Gedenkmedaille würdigt bergbauliche Tradition

Im kommenden Jahr feiert Marienberg seinen 500. Geburtstag. Doch warum ist die Münzprägung eine Herausforderung?

Marienberg.

Marienberg wurde im Jahr 1521 von Herzog Heinrich dem Frommen gegründet. Den 500. Geburtstag, den die Bergstadt im nächsten Jahr begeht, haben die Mitglieder des Vereins Freiberger Münzfreunde zum Anlass genommen, eine Medaille herauszugeben, die diesem Ereignis gewidmet ist. "Das 2016 noch laufende Verfahren der Bewerbung des Erzgebirges um den Unesco-Welterbetitel wollten wir unterstützen und haben damals die Idee entwickelt, eine Medaillenserie mit Städten der Region herauszugeben und damit die bergbaulichen Traditionen anzuerkennen", erklärt Helmut Herholz, Vorsitzender des Vereins der Freiberger Münzfreunde. Der ersten, 2018 erschienenen Medaille von Freiberg folgten solche mit Schwarzenberg und dem tschechischen Jáchymov. Die Marienberger Medaille ist nun die vierte in der Serie.

Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich fand die Idee, die Bergstadt auf einer bei Sammlern auch überregional begehrten Medaille zu würdigen, hervorragend. "Die zum Tag der Sachsen herausgegebene Medaille war damals ruckzuck ausverkauft", erinnert sich das Stadtoberhaupt.

Zugleich sieht Heinrich das Ansinnen der Freiberger aber auch als Herausforderung. Denn gemeinsam mit den Marienberger Münzfreunden gibt die Stadt zum Jubiläum auch eine eigene Medaille heraus. Dank der frühzeitigen Abstimmung hinsichtlich der Gestaltung und Motivwahl wurde das aber gut gemeistert, waren sich André Heinrich und Helmut Herholz zur Präsentation einig.

Etwa ein halbes Jahr hat es laut Helmut Herholz von der Idee über anfängliche Skizzen bis hin zur ersten geprägten Medaille gedauert. Die Vorderseite der vom Freiberger Lothar Schumacher entworfenen Medaille zeigt nun neben einer historischen Stadtansicht das Marienberger Stadtwappen, das von zwei Bergknappen gehalten und von den Jahreszahlen 1521 und 2021 flankiert wird. Ganz oben auf der Seite sind Schlägel und Eisen angeordnet; im unteren Feld steht auf einer Banderole zweizeilig "500 Jahre Bergstadt Marienberg". Die Rückseite der Medaille ist dreigeteilt mit dem historischen quadratischen Grundriss der Stadt, den Ulrich Rülein von Calw einst entwarf, darüber der rekonstruierte Pferdegöpel Lauta und ganz links das auf dem Marktplatz befindliche Denkmal des Stadtgründers. Dazu ist die Umschrift "Montanregion Erzgebirge/Krušnoho" zu finden.

Bis 2027 sollen von den Freiberger Münzfreunden im Rahmen der Serie jährlich bis zu zwei weitere Medaillen, unter anderem mit Motiven aus Schneeberg, Olbernhau oder auch Scheibenberg, erscheinen. Die Medaille, die die Bergstadt zusammen mit den hiesigen Münzfreunden zum 500. Stadtjubiläum herausgibt, wird laut Oberbürgermeister Heinrich Anfang kommenden Jahres präsentiert.


Zwei Ausführungen erhältlich

Die Gedenkmünze "500 Jahre Bergstadt Marienberg" aus der Medaillenserie "Montanregion Erzgebirge" des Vereins der Freiberger Münzfreunde ist in zwei Ausführungen in der Touristinformation im Marienberger Rathaus erhältlich.

Die in 999er Silber gefertigte Medaille mit einem Durchmesser von 50,3 Millimeter und einem Gewicht von rund 63,2 Gramm in einem Etui kostet 130 Euro. Die Medaille in Kaiserzinn-Legierung mit einem Durchmesser von 50 Millimetern und einem Gewicht von rund 35 Gramm ist für 30 Euro erhältlich. Die Auflage ist jeweils auf maximal 500 Stück limitiert. (faso)

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