Heimatstube Witzschdorf wird reich beschenkt

Drei Bilder haben in Witzschdorf den Besitzer gewechselt. Im Mittelpunkt stehen dabei der Ort und seine Umgebung.

Witzschdorf.

Auch für das diesjährige Straßenfest zur Witzschdorfer Kirmes haben viele Menschen an einem Strang gezogen. Da wäre zum Beispiel der Kulturstammtisch Witzschdorf, unter dessen Ägide das Fest seit 2005 veranstaltet wird und der alle Vereine des Ortes vereint. Zum Kirchweihfest, das am Samstag ebenfalls wieder viele Einwohner und Gäste besuchten, gehörte, dass die Kirche geöffnet war und ebenso die Heimatstube, die am Samstag noch reich beschenkt werden sollte. "Es ist ein Miteinander im Ort, angefangen beim Karnevalsverein über die Feuerwehr bis zum Kleingartenverein", sagte Eckhard Börner vom Kulturstammtisch.

Dazu gehörte auch ein Stand des Christlichen Kindergartens "Pusteblume". Dort boten die Mütter der Kinder selbst genähte Kleidung an und verkauften von ihren Sprösslingen hergestellte Marmeladen und Gelees. Auch wurde ein König in Witzschdorf gekürt, der Bogenschießkönig. "Es hätte auch eine Bogenschießkönigin werden können, so flexibel waren wir", sagte der Gornauer Ronny Kienert, der einen Kreativklub in Gornau betreibt. Der Zufall wollte es, dass auch ein Gornauer den erstmals ausgelobten Wanderpokal gewann. "Mike Arnold war der beste Bogenschütze und jetzt ist er dazu verpflichtet, den Pokal 2017 zu verteidigen", so Ronny Kienert.

Ganz spektakulär war das, was die Feuerwehr Witzschdorf zeigte: Eine Küchenzeile wurde aufgebaut, Fett in einer Pfanne erhitzt und dieses gelöscht. Mit Wasser konnte dies nicht funktionieren, die Vorführung war Abschreckung genug.

Musikalisch ging es dann gestern rund, als die Witzschdorfer Blasmusikanten zum Frühschoppen aufspielten. Ein kultureller Höhepunkt wurde unterdessen schon am Samstag geboten: Der Witzschdorfer Horst Jämlich schenkte der Heimatstube drei Bilder. Der 81-Jährige fand erst spät zum Hobby Malen, obwohl er in einer artverwandten Branche tätig war. "Ich war Malermeister, also Handwerker, mit einer kleinen Firma. Zum Malen von Bildern in Öl oder als Aquarell bin ich erst gekommen, als ich Rentner wurde. Vorher hatte ich dafür keine Zeit", erzählte der Spätberufene. Seinen Heimatort und die ihn umgebende Natur macht er zum Mittelpunkt seiner Arbeiten, drei davon hat er am Samstag der Heimatstube geschenkt. "Die nehme ich gleich mit", sagte Robin Richter, Ortschronist und Leiter der Heimatstube, und brachte die Werke in Sicherheit.

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