Hexen sorgen für Spaß und Disziplin

Knapp 30 Kindern hat die Märchennacht auf Schloss Wildeck viel Freude bereitet. Allerdings gab es auch einige Regeln einzuhalten.

Zschopau.

Als zu später Stunde eine Feuershow den Hof des Zschopauer Schlosses erhellte, war sich Ellen Bollin endgültig sicher: "Diese Märchennacht war wieder einmal ein voller Erfolg." Sogar viele Eltern schauten gebannt, wie die Künstlerin aus Lichtenstein im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer spielte. Vor allem aber wirkten die 25 Kinder fasziniert, die zuvor selbst die Flammen für das Backen von Stockbrot genutzt hatten. Es war das letzte von mehreren Abenteuern, die sie erlebt hatten.

Um genau zu sein, waren es fünf Stationen, an denen die Teilnehmer im Alter von fünf bis zehn Jahren Wissen und Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten. Alles hatte dabei mit Märchen zu tun, wobei die Kinder nicht nur auf traditionelle Figuren trafen. Unter anderem wurden sie von Maleficent erwartet - einer dunklen Fee, bekannt geworden durch einen modernen Fantasyfilm. "Darin wird die Geschichte von Dornröschen aus Sicht der bösen Fee erzählt", erklärt Carmen Seifert, die in die Rolle von Maleficent schlüpfte und die Kinder zur Pantomime animierte.


Den stärksten Eindruck hinterließ aber offenbar die Hexe aus dem Märchen "Der Teufel und seine Großmutter". In der Zisterne von Schloss Wildeck zeigte sie den Mädchen und Jungen nicht nur, wie man einen Zaubertrank zubereitet. Auch Verhaltensregeln spielten bei ihr eine Rolle. "Noch spät abends am Feuer haben mir einige Kinder erzählt, dass sie nicht lügen dürfen, weil ihnen sonst Eselsohren wachsen", berichtet Ellen Bollin. Gespukt habe es sogar im Keller, was wohl auch am Schlossgespenst "Spuki" gelegen haben dürfte. Die Vorsitzende des Schloss-Fördervereins hatte sich dagegen als Gretel verkleidet und malte mit den Kindern vor dem Hexenhaus Pfefferkuchen an.

Nach dem gemütlichen Ausklang am Feuer war aber noch nicht für alle Teilnehmer Schluss, denn zehn Kinder übernachteten im Grünen Saal von Schloss Wildeck. "Bis nach Mitternacht haben wir noch Märchenfilme angeschaut, 6 Uhr morgens waren dann schon wieder die ersten wach", berichtet Mitorganisatorin Martina Oehme vom Jugendclub High-Point. Trotzdem sei die Begeisterung der Kinder riesig gewesen.

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