Kräfteverhältnisse im Stadtrat Wolkenstein verschieben sich

Das Gremium steht vor einem Neuanfang, denn knapp die Hälfte der Mitglieder hat erstmals am Ratstisch Platz genommen. Auf die Räte warten große Herausforderungen.

Wolkenstein.

Der Bau einer neuen Kindertagesstätte in Gehringswalde, der Ausbau des Breitbandnetzes, die Sanierung des Schlosses, die geplante Ortsumgehung: In Wolkenstein muss der Stadtrat in den kommenden Jahren viele wichtige Entscheidungen treffen - und das in geänderter Zusammensetzung. Im Zuge der Kommunalwahl im Mai haben sich die Kräfteverhältnisse geändert. Angesichts dessen betonten die Räte während ihrer konstituierenden Sitzung am Montagabend, dass ihnen an einer guten Zusammenarbeit gelegen sei - wohl wissend, dass es in dem alten Gremium zahlreiche Reibungspunkte gab.

Besonders die Demokratische Wählervereinigung Wolkenstein (DWV) ging gestärkt aus der Wahl hervor. Sie ist nun mit neun Plätzen im Gremium präsent. Zuvor waren es acht. Die Christdemokraten sind wegen des schlechteren Abschneidens künftig weniger stark vertreten. Die CDU stellt keine sechs Räte mehr, sondern fünf. Die Sozialdemokraten sind weiterhin mit zwei Räten präsent. Die Grünen erhielten zwar mehr Stimmen, verfehlten den Einzug aber knapp.


Das Gremium besteht insgesamt aus 16 Mitgliedern. Sieben neue Köpfe sind hinzugekommen. Besonders bei der SPD weht ein frischer personeller Wind. Robert Schwarz und Peter Siedersleben schieden aus. Stattdessen entscheiden nun Dana Schwarz sowie Cornelia Meyer mit. 5 der 16 Stadträte waren am Montag wegen Urlaub oder Krankheit verhindert. Die Beschlussfähigkeit war dennoch gegeben, sodass wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden konnten.

Unter anderem galt es, die Stellvertreter des Bürgermeisters zu wählen. Erster Stellvertreter Wolfram Liebings wurde Ex-Bürgermeister Bernd Sachse (DWV), der sich seit vielen Jahren als Rat engagiert. Er sprach sich in Hinblick auf die Zusammenarbeit für Ehrlichkeit und Sachlichkeit aus. Zweiter Stellvertreter wurde Lutz Bruchhold (CDU). Er wünscht sich zielführende Diskussionen und fordert, dass über gute Vorschläge offen gesprochen werden sollte, auch wenn sie von der nun kleiner gewordenen CDU-Fraktion stammen.

Als eine der ersten Aufgaben müssen sich die Stadträte in den kommenden Wochen mit der Frage befassen, wofür in Zukunft Geld ausgegeben werden soll. Im August werde im Verwaltungsausschuss sowie im Technischen Ausschuss, beide wurden neu besetzt, in die Haushaltsplanung eingestiegen, erklärte Wolfram Liebing.

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