LTV lässt Bäume an Talsperre fällen

Hochwasserrückhalteraum soll ausgeforstet werden - Angler werden informiert

Cämmerswalde.

Am Uferstreifen der Talsperre Rauschenbach werden auf deutscher und tschechischer Seite in den kommenden Wochen Bäume und Sträucher entfernt. "Die Arbeiten sollen Ende Februar 2021 abgeschlossen sein und kosten rund 250.000 Euro, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen", teilt Katrin Schöne, Pressesprecherin der Landestalsperrenverwaltung (LTV), mit.

Die Gehölze befinden sich demnach im Hochwasserrückhalteraum der Talsperre. "Dieser muss ständig freigehalten werden, um ein eventuelles Hochwasser aufnehmen zu können", erklärt Schöne. Überstaute Bäume und Sträucher könnten dabei schnell zu Treibgut werden und die Hochwassersicherheit der Talsperre gefährden. Deshalb müssten sie in regelmäßigen Abständen entfernt werden. Die Fällungen seien zudem nötig, um den Anforderungen an die Rohwasserqualität vollumfänglich gerecht zu werden. Baumfällungen dürften nur in der vegetationsarmen Winterzeit vorgenommen werden, um die Vogelbrut nicht zu beeinträchtigen. Die Fällsaison geht von Anfang Oktober bis Ende Februar. Die letzte Ausforstung fand laut LTV an der Talsperre Rauschenbach 2008/2009 statt.

Während der Fällarbeiten könne es zu Einschränkungen für Angler kommen. Die Mitglieder des Anglerverbandes Südsachsen würden durch den Verband informiert. Straßen und Wanderwege seien laut LTV von den Einschränkungen nicht betroffen. (bk)

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.