Mauersberger Turnhalle soll 2018 saniert werden

Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Den Sportlern geht der bauliche Zustand inzwischen arg auf die Knochen.

Mauersberg.

Egal ob in puncto Fußboden, Sanitäranlagen oder Energieeffizienz - die Mauersberger Turnhalle entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Das Gebäude ist ein Sanierungsfall.

"Insbesondere für Frauen und Kinder ist die Halle nicht wirklich toll. Unter dem Parkett befindet sich Beton", sagt Thomas Fiedler aus Mauerberg. Der Boden sei somit kalt und eher schlecht für Sport geeignet. "Das ist schon eine Zumutung. Aber auch die sanitären Anlagen brauchen eine Auffrischung. Der Dachboden ist nicht gedämmt. Das heißt, es entstehen hohe Heizkosten." Und dabei nutzen die Mauersberger die Halle täglich. Jeden Abend wird in den Räumen getanzt, gespielt oder trainiert.

Im Großrückerswalder Rathaus kennt sind die Probleme bekannt, mit denen sich die Mauersberger herumschlagen. Eine erste Kostenschätzung beziffert die Sanierungskosten auf rund 440.000 Euro. Da die Gemeinde nicht im Geld schwimmt, muss sie kreativ werden, um das teure Vorhaben stemmen zu können. Deshalb will Großrückerswalde Fördermittel vom Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" erhalten, das am 5. Oktober gestartet wurde. Der Gemeinderat ermächtigte in seiner jüngsten Sitzung das Rathaus, einen Antrag zu stellen. Rund 100 Millionen Euro schwer ist das Bundesprogramm. Damit sollen in den Jahren 2016 bis 2018 "Projekte mit besonderer, auch überregionaler, Bedeutung und mit hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für die soziale Integration in der Kommune und/oder zum Klimaschutz, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial" gefördert werden.

Ob Großrückerswalde einen Zuschlag für Fördermittel erhält bleibt offen. Im November muss ein Antrag gestellt werden. Sollte es klappen, könnten 45 Prozent der Kosten gefördert werden. Der Gemeindeanteil an der Sanierung läge bei rund 242.000 Euro. Da im Haushalt aber "keine Luft" sei für solche Ausgaben, wie Hermann im Gemeinderat erklärte, könnte die Sanierung erst 2018 angegangen werden.

Doch auch für den Fall einer Fördermittel-Absage soll es Arbeiten an der Halle geben. "Sollte es nichts werden, müssen wir uns zusammensetzen. Eventuell könnte eine kleinere Sanierungsvariante in Höhe von 150.000 Euro realisiert werden", so Bürgermeister Jörg Stephan (CDU). Bauamtsleiter Thomas Hermann beziffert die "unbedingt notwendigen Ausgaben" mit 120.000 bis 180.000 Euro. Insbesondere die steile Treppe in der Halle bereitet dem Fachmann Sorgen. "Sie müsste nach außen verlagert werden."

Die Mitglieder der Mauersberger Frauensportgruppe würden sich über Veränderungen in der Halle freuen. "Es ist an der Zeit", so Übungsleiterin Katja Groschopp. Vor allem das Parkett sei abgenutzt, auch die Decke müsse erneuert werden, findet sie. Monique Ehrig zählt auch zur Sektion Volleyball. "Da unter dem Parkett gleich der Beton liegt, geht der Sport darauf sehr auf die Gelenke." Schließlich sei Volleyball ein Sport der mit vielen Sprüngen einher ginge. "Ich habe selber Probleme mit dem Rücken", so die Mauersbergerin. (mit jag)

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