Minister überreicht Auszeichnung

Warmbad ist nun auch ganz offiziell Heilbad

Warmbad.

Der Prüfer hat die Tüv-Plakette übergeben, scherzte Landrat Frank Vogel (CDU): Nachdem das zuständige Gremium Warmbad im September zum Heilbad befördert hatte, überreichte Staatsminister Martin Dulig (SPD) gestern offiziell die Anerkennungsurkunde.

Vor Vertretern der Stadt Wolkenstein und des Landkreises lobte der Wirtschaftsminister die Entwicklung in Warmbad: Der Wolkensteiner Ortsteil habe die Prüfungskommission beeindruckt. Im Dezember 1997 war der Ort erster prädikatisierter Kurort Sachsens geworden, erinnerte Dulig, genauer: "Ort mit Heilquellenkurbetrieb". Die sperrige Bezeichnung sei sicher nicht der einzige Grund dafür gewesen, dass der Stadtrat 2015 beschloss, den höheren Heilbad-Status zu beantragen. Die Voraussetzungen seien gegeben, begründete damals Bürgermeister Wolfram Liebing: Verunreinigungen durch die Landwirtschaft aus früherer Zeit seien mittlerweile ausgewaschen, dem Wasser aus der Heilquelle könne der Arzneimittelstatus zuerkannt werden.

Er wünsche sich eine virtuelle Brille, um den Vorher-Nachher-Vergleich ziehen zu können, sagte Uwe Schneider. Bis 2008 war er Geschäftsführer der 1995 gegründeten Kurgesellschaft. Auf dem heutigen Kurgelände gab es damals ein paar Heizhäuser und ein Freibad. Dessen Schließung, so Schneider, sei nicht unbedingt populär gewesen, aber unvermeidbar. 2016 zählte Wolkenstein etwa 150.000 Gäste, die im Schnitt mehr als vier Nächte blieben. Damit steht die Stadt an dritter Stelle im Erzgebirge, nach Oberwiesenthal und Altenberg. (ulab)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...