Neues Fördergebiet festgelegt

Um für Vorhaben im Zschopauer Bebel-Gebiet Zuschüsse erhalten zu können, wurden jetzt Grenzen abgesteckt.

Zschopau.

Der Zschopauer Stadtrat hat im August-Bebel-Wohngebiet den Boden für weitere Förderprojekte bereitet. Dazu steckten die Kommunalpolitiker die dafür infrage kommenden Grenzen ab. Das neue Stadtumbaugebiet unter der Bezeichnung "Wohngebiet August Bebel 2018" schließt im Norden Rosa-Luxemburg-Straße und Launer Ring sowie im Süden Zschockeweg, Neckarsulmer Ring und Hannawaldweg ein.

Oberbürgermeister Arne Sigmund (parteilos) sprach von Wohnungsleerständen von mehr als 15Prozent und sieht Bedarf für weitere Rückbau- und Aufwertungsvorhaben. Mit den großen Vermietern im Bebel-Gebiet habe es dazu Gespräche gegeben. Grobkonzept und Gebietsabgrenzung wurden im Technischen Ausschuss vorberaten.

Um Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen, hat der Stadtrat zugleich einen Beschluss von 1996 zur Abgrenzung des Fördergebietes "Städtebauliche Weiterentwicklung großer Neubaugebiete" aufgehoben. Unter gleichem Namen wurde damals ein Förderprogramm aufgelegt, mit dessen Hilfe mehrere Projekte umgesetzt wurden. Das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" mit den Programmteilen Rückbau, Rückführung städtischer Infrastruktur und Aufwertung schloss sich an und lief 2015 aus. Mit Mitteln aus diesem Programm (70 Euro pro Quadratmeter) sind zum Beispiel im Jahr 2003 120 Plattenbauwohnungen der Wohnungsgenossenschaft Zschopau und 80 der Grundstücks- und Gebäudewirtschaft Zschopau am Launer Ring abgerissen worden. Mit den letzten 35.000 Euro, die der Stadt aus dem Topf zur Verfügung standen, wurde der öffentliche Spielplatz zwischen dem Neckarsulmer Ring und der Tagesstätte "Spatzennest" erneuert. Das Bund-Länder-Programm wurde 2002 in den fünf östlichen Bundesländern und Berlin gestartet und 2017 mit dem Programm "Stadtumbau West" zum Programm "Stadtumbau" zusammengeführt.

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