Neuhausen trauert um seinen Chronisten

Leopold Hoppe ist auch Mitglied der örtlichen Feuerwehr gewesen

Neuhausen.

Wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag ist der Neuhausener Ortschronist Leopold Hoppe verstorben. Seit dem Jahr 1977 hat er die Chronik seines Heimatortes haargenau aufgezeichnet. Besonders die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen lag dem ehemaligen Berufsschullehrer am Herzen. Er selbst war viele Jahre aktives und engagiertes Mitglied der Feuerwehr.

Seit dem Jahr 1957 war Leopold Hoppe in Neuhausen mit Fotoapparat und Notizblock unterwegs. Über 100 dicke Aktenordner mit knapp 12.000 Seiten füllten sein Arbeitszimmer. Rund 21.000 Fotos hat er von den Ereignissen, Geschehnissen, Orten und Gebäuden seines Ortes auf Zelluloid gebannt. Immer war er zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle.

Vor vier Jahren hatte Leopold Hoppe geäußert, dass er noch lange nicht ans Aufhören denkt: "So lange ich Freude an meiner Arbeit habe und weiß, dass ich etwas Nützliches tue, anderen helfen kann und meine Arbeit anerkannt wird, werde ich weitermachen", sagte er damals. Nun hat sein Herz aufgehört zu schlagen.

"Mit Poldi, wie er bei uns in Neuhausen genannt wurde, verlieren wir als Feuerwehr und als Gemeinde einen ganz sympathischen Menschen und einen tollen Kameraden, der in der Feuerwehr bereits seit 1954 außerordentlich engagiert war", erklärte Gerd Kriebel, Wehrleiter und stellvertretender Neuhausener Bürgermeister. "Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren."

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