Rekordversuch weckt reges Interesse

Rund um den Globus wurden gestern Becher gestapelt. Ziel war ein Weltrekord, der keinesfalls an Zschopaus Speedstackern scheitern dürfte.

Zschopau.

Anfang November schlagen jedes Jahr die Herzen der Speedstacker höher. Schuld daran ist nicht etwa eine Meisterschaft, bei der es um die Bestzeit beim Becherstapeln geht. Nein, gestern war die Anzahl der Teilnehmer entscheidend, um einen Weltrekord aufzustellen. Rund um den Globus wurde zu Bechern gegriffen. "635.000 Menschen sind dafür notwendig", erklärt Lehrerin Fanija Büchner, die mit der Zschopauer Nexö-Oberschule an der internationalen Aktion teilnahm.

Schon zum elften Mal waren die Schüler aus der Motorradstadt dabei - und fast immer gab es am Ende Grund zum Jubeln. "Nur letztes Jahr konnten wir keinen neuen Weltrekord verzeichnen", blickt Fanija Büchner traurig zurück. Ob es diesmal gereicht hat, werde sich erst in zehn Tagen klären. So lange dauert es wegen der Zeitverschiebung und der Auswertung, bis konkrete Zahlen vorliegen. Doch die Zschopauer Lehrerin, die seit zwölf Jahren eine Speedstacking-AG an ihrer Schule leitet, hat ein gutes Gefühl.

"Hier bei uns wurden die Erwartungen übertroffen", sagt die Organisatorin strahlend. 120 Teilnehmer hatte sie in der Anmeldung beim Weltverband angegeben, doch in der großen Vormittagspause fanden letztlich sogar 142 Schüler den Weg in die Aula. Dort hatten die Mitglieder der AG alles vorbereitet. Zu ihnen gehört die zehnjährige Ayleen aus Venusberg, die bereits seit einigen Jahren aktiv ist. "Wir haben schon bei uns in der Grundschule in den Pausen und im Hort Becher gestapelt", berichtet die Grundschülerin. Koordinationsvermögen, Konzentration, Stressbewältigung und Teamfähigkeit - all das wird beim Speedstacking ganz nebenbei geschult. Nun übt Ayleen jeden Dienstag in der siebenten Stunde unter der Anleitung von Fanija Büchner, um vielleicht selbst einmal Übungsleiterin zu werden. "Wer zwei Jahre regelmäßig mitmacht, bekommt ein entsprechendes Zertifikat", erklärt die Lehrerin, die nun selbst auf eine Urkunde wartet. Aber noch ist Geduld gefragt, bis feststeht, ob der Weltrekord gelungen ist.

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