Scharfensteiner Straße nach Brand bis heute Abend dicht

Gleich zweimal hintereinander hat nahe der Wilischthalbrücke ein Hang gebrannt. Nun wird Steinschlag befürchtet.

Zschopau.

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit sind gestern Feuerwehrleute zu einem Flächenbrand an der Scharfensteiner Straße zwischen Zschopau und Scharfenstein gerufen worden. Ein Kraftfahrer hatte am frühen Morgen den Brand auf einer Böschung nahe der Wilischthalbrücke bemerkt und gemeldet. Daraufhin ist die Freiwillige Feuerwehr Zschopau 5.45 Uhr mit elf Kameraden ausgerückt. Mit zwei kleineren Schläuchen brachten sie das Feuer auf der annähernd zehn Quadratmeter großen Fläche unter Kontrolle. Das klingt einfacher, als es war. Denn einerseits gab es vor Ort keine ausreichende Wasserversorgung, sodass ein Tanklöschfahrzeug im Pendelbetrieb immer wieder Wasser an die Einsatzstelle bringen musste. Anderseits war das Gelände extrem steil, weshalb die Brandherde nur mit Steckleiterteilen zugänglich waren.

Nachdem am Dienstag schon einige Tausend Liter Löschwasser verwendet wurden, waren gestern erneut 10.000 Liter nötig. Die Feuerwehrleute lockerten den Waldboden auf und suchten mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern. Gegen 9 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Am Nachmittag erfolgte eine Nachkontrolle. Die Scharfensteiner Straße bleibt laut Stadtverwaltung zwischen Zschopau und Wilischthalbrücke bis heute Abend gesperrt. Zunächst soll ein Gutachter den Hang unter die Lupe nehmen. Nachdem die Vegetation verbrannt ist, besteht Sorge, dass loses Gestein abrutschen könnte.

Wetterextreme machen den Feuerwehrleuten dieses Jahr besonders zu schaffen. Erst vergangene Woche waren die Zschopauer zusammen mit Kameraden aus Krumhermersdorf und Gornau auf einem abgeernteten Getreidefeld im Norden der Motorradstadt im Einsatz. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern war Stroh in Brand geraten. Während die Kameraden dort gegen Flammen kämpften, bekamen sie es nur wenige Kilometer entfernt mit Wassermassen zu tun. Erst am Wochenende waren nach einem Unwetter in Großolbersdorf, Wolkenstein und Drebach zahlreiche Wehren unterwegs, um Keller auszupumpen, Straßen zu reinigen und umgefallene Bäume zu beseitigen.

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