Schüler im Kampf gegen Süchte

Drogen, Shopping, Internet: Suchtgefahren gibt es viele. Das Multiplikatorenprojekt will dem an Schulen etwas entgegensetzen.

Dörfel/Ehrenfriedersdorf.

Wie ist es, wenn man nach etwas süchtig ist? Diese Fragen können Betroffene am besten beantworten. Das war auch der Grund, warum beim Schüler-Multiplikatoren-Camp im Naturschutzzentrum Erzgebirge Patienten von Andreas Bauer eingeladen waren. Bauer ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Konkret geht es bei dem Projekt darum, Mädchen und Jungen zu sogenannten Multiplikatoren zu machen. In ihren Schulen sind sie Ansprechpartner für ihre Mitschüler, wenn es um das Thema Sucht geht.

29 Schüler aus dem Altkreis Annaberg trafen sich zum Multicamp. Viele von ihnen sind bereits als Schülermultiplikatoren an Oberschulen und Gymnasien engagiert, andere wollen es noch werden. "Wir streben stets einen weichen Übergang an", sagt Birgit Bauer vom Kinder- und Jugendverein Ehrenfriedersdorf. Seit 2009 betreuen sie und der Verein das Projekt. Die neuen Multiplikatoren werden von bereits existierenden an die Hand genommen. So entsteht keine Lücke, wenn ein Generationswechsel ansteht. Zwölf Schulen machen bei dem Projekt mit. Während des Camps ins Dörfel stand unter anderem der Umgang mit dem sogenannten Klarsicht-Koffer im Fokus. Dabei wird ein Parcours aufgebaut, um spielerisch und altersgerecht über Auswirkungen von Tabak- und Alkoholkonsum zu informieren. Außerdem setzten sich die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren mit der Entstehung von Süchten auseinander.

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