Seiwo wirkt an bayerischer Geschichtsschreibung mit

Die Firma in Scharfenstein hat eineinviertel Jahre an einem Projekt in Regensburg gearbeitet. Jetzt herrscht Erleichterung.

Scharfenstein/Regensburg.

Was verbindet das am Dienstag in Regensburg eröffnete Museum im Haus der Bayerischen Geschichte mit Scharfenstein? Antwort: ein Großauftrag, an dem das heimische Unternehmen Seiwo Technik eineinviertel Jahre gearbeitet hat. Die Scharfensteiner waren als Hauptauftragnehmer für den Ausstellungsbau einschließlich Exponatbeleuchtung und Druckdienstleistungen zuständig. Das 50 Mitarbeiter zählende Unternehmen hat schon viele Museen in Deutschland und Nachbarländern ausgestattet. "Aber noch nie konnten wir so einen großen Einzelauftrag für einen Kunden realisieren", sagt Geschäftsführer Jan Wabst. Brutto-Auftragsvolumen: 3,3 Millionen Euro.

Die Ausstellungsfläche im Museum nimmt etwa 2500 Quadratmeter ein. "Wir haben rund 900 Tonnen Material und 18 Kilometer Aluminiumprofile verbaut. Zudem wurden mehr als 150 Vitrinen aufgestellt. Die größte Scheibe einer solchen Vitrine misst 5,8 mal 2,8 Meter", gibt Jan Wabst einen Einblick in die Arbeit. Besonders das Gewicht einzelner Teile stellte für die Museumsbauer eine Schwierigkeit dar. Bis zu 900 Kilogramm schwere Lichtelemente galt es zu installieren. Das sei nicht nur bei der Montage vor Ort, sondern auch für die Konstruktion und Fertigung in Scharfenstein eine Herausforderung gewesen. 2018 wurde in Scharfenstein die Bürofläche erweitert und damit auch mehr Platz für Schweißarbeitsplätze geschaffen, erklärt Jan Wabst.


Mit dem Ergebnis ist er zufrieden: "Sowohl die Architekten des Museums als auch die Leitung des Hauses haben mir bestätigt, dass wir die an uns gestellten Anforderungen in höchster Qualität erfüllt haben." Das Museum in Regensburg zählt zu den modernsten Deutschlands und soll inhaltlich eine Lücke schließen: Es dokumentiert die Demokratiegeschichte Bayerns und zeigt, wie Bayern Freistaat wurde. Als prägend für das Haus sehen die Macher den erzählerischen Zugang, die Präsentation von vier charakteristischen Geschichten je Generation und ihre Inszenierung auf besonderen Bühnen. Damit sollen die Kombinatorik und Fantasie der Besucher angeregt werden.

Auf die Seiwo wartet derweil schon ein weiterer umfangreicher Auftrag für das Deutsche Museum in München. Geschäftsführer Wabst rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatz von 5,5 Millionen Euro.

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