Stadt steckt Geld in Sporthalle, Straße und Schule

Thum investiert 2019 rund zwei Millionen Euro. Diese fließen zum Großteil in die Infrastruktur, aber auch die Bildungsstätte bekommt etwas ab. Und die Planung für das neue Feuerwehrdepot startet.

Thum.

Straßenbau, Sporthalle und Schule: Das sind in diesem Jahr die bedeutendsten Investitionen in dem Haushaltsplan, den der Thumer Stadtrat beschlossen hat. Von den reichlich zwei Millionen Euro bestreitet die Stadt rund 710.000 Euro als Eigenanteil, das restliche Geld kommt aus Fördermitteln. Allein 970.000 Euro sieht Kämmerer Matthias Stopp für die grundhafte Sanierung der Greifensteinstraße vor (Fördermittelanteil: 623.000 Euro). Dabei geht es um den Abschnitt zwischen Am Sand und Anton-Günther-Straße.

Für den Turnhallenanbau in der Wiesenstraße sind 877.000 Euro angesetzt (Fördermittelanteil: 600.000 Euro), wobei in diesem Jahr 450.000 Euro ausgezahlt werden sollen, der Rest 2020. Denn wegen der spät erfolgten Fördermittelzusage, so der Kämmerer, sei die ursprünglich für 2019 geplante Fertigstellung des Anbaus wohl nicht zu halten. Dafür ist die bestehende Turnhalle saniert und auch der neue Zwischentrakt kann genutzt werden.

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Verbessern sollen sich auch die Lernbedingungen für die Thumer Grundschüler. "Wir wollen jetzt jedes Jahr etwas machen, die Grundschule ist ja auch schon wieder einige Jahre alt", sagt Matthias Stopp. So lautet der Plan, in jedem Jahr ein bis zwei Klassensätze an Schulmöbeln auszutauschen. Dafür sind 6500 Euro eingeplant. Ein oder zwei Klassenzimmer werden in diesem Jahr mit einer interaktiven Tafel ausgestattet (10.000 Euro). Damit will die Stadt jungen Lehrern und neuen Lehrmethoden Rechnung tragen. Für die Anschaffung neuer Schul-Laptops - diese bevorzugt die Schulleitung wegen des Erlernens des Tastaturschreibens für die Kinder gegenüber Tablets - rechnet man mit 20.000 Euro. Das bisherige PC-Kabinett muss geschlossen und zur Garderobe umfunktioniert werden. Denn aus Brandschutzgründen darf die Kleidung der Schüler nicht mehr im Flur hängen. Die Kita "Pünktchen" in Jahnsbach erhält für mehr als 24.000 Euro ein neues Großspielgerät. Außerhalb der eigentlichen Investitionen sind an der Grundschule 2019 und 2020 eine Reihe weiterer Brandschutzmaßnahmen geplant, darunter der Einbau neuer Fluchttüren mit Panikschlössern, der Austausch von Verglasungen im Treppenhaus sowie die Anschaffung neuer Feuerlöscher und Rauchmelder. Insgesamt geht es 2019 um etwa 78.000 und 2020 noch einmal um 90.000 Euro. Ferner muss sich die Stadt mit 175.000 Euro an der Kanalverlegung des Abwasserzweckverbandes in der Greifensteinstraße beteiligen. Fürs Stadtfest sind 65.000 Euro als Eigenmittel eingeplant. Es laufen zudem die Planungen für das Feuerwehrdepot an, für das es noch einen Standort zu finden gilt, wobei drei in der Auswahl sind. Dieser muss etwa zentral liegen, damit die Ausrückezeiten auch in die letzten Zipfel von Herold und Jahnsbach eingehalten werden können, und mehrere Zufahrten haben, erläutert Matthias Stopp. Die Realisierung des mehr als zwei Millionen Euro teuren Projekts dürfte frühestens in zwei Jahren starten. Für Planungen sind in diesem Jahr 70.000 Euro veranschlagt.

Derweil kommt die Stadt Thum auch 2019 ohne neue Kredite aus. Vielmehr ist eine Tilgung von knapp 280.000 Euro geplant. Der Gesamtschuldenstand soll auf 885.000 Euro sinken, von 220 auf 169 Euro pro Kopf. Zum Vergleich: Die Pro-Kopf-Verschuldung im Kreis betrug Ende 2016 677 Euro. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B und Gewerbe bleiben gleich.

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