Wählervereinigungen gewinnen an Kraft

Annähernd 286.000 Menschen im Erzgebirgskreis waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen. Die Bürger entschieden auch über die Zusammensetzung der Stadt- und Gemeinderäte. Ein erster Überblick.

Zschopau.

Bei den Kommunalwahlen zeichnet sich im Vergleich zu 2014 durchgängig eine höhere Wahlbeteiligung ab. Federn lassen musste insbesondere die CDU. Starke Verluste im Zschopauer Raum haben die Christdemokraten in Gelenau zu verschmerzen, bleiben aber mit 42,7 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Zu den Gewinnerndürfen sich die neuen Wählervereinigungen WV Gelenau (10,7 Prozent) und Liste Gelenau (23,8) zählen, die aus dem Stand heraus ein zweistelliges Ergebnis schafften.

Die Liste Gelenau hatte mit 24 Bewerbern die meisten Kandidaten. Darunter sind auch zwei Vertreter der NPD zu finden: David Schröer ist Vorstandsmitglied der erzgebirgischen NPD. 2014 hatte er sich noch auf Platz 1 der Rechtsextremisten um einen Sitz im Rat beworben. An sechster Stelle ist Arnold Friedemann gelistet, der die NPD schon im jetzigen Gemeinderat vertritt.


Die CDU hat in Gornau zwar einige Stimmen eingebüßt, kann aber mit 50,3 Prozent weiterhin auf ein solides Fundament bauen. Zugelegt hat dafür der Bund Freier Wähler. Für die Grünen (5,6) reichte es nicht für einen Sitz im Rat.

In Börnichen bleibt die Freie Wählervereinigung (78,4) stärkste Kraft. Neun ihrer insgesamt zwölf Kandidaten schafften den Einzug ins Gemeindeparlament - einer mehr als 2014. Der zehnte und letzte Sitz ging an die Feuerwehr (16,0). Die Linke (5,6) ist nicht mehr dabei.

In Grünhainichen ist recht ausgeglichen gewählt worden. Mit 26,9 Prozent gewann die Freie Bürgerinitiative Waldkirchen die meisten Stimmen vor der Freien Wählervereinigung Borstendorf (21,4) und der CDU (20,4). Dahinter folgen die Wählervereinigung Kultur und Sport (17,9) und die Sportgemeinschaft Rotation Borstendorf (13,6).

AfD und Bündnis 90/Die Grünen waren erstmals bei der Gemeinderatswahl in Amtsberg am Start. Die Alternative bekommt drei Sitze, die Grünen keinen. Alle bisher im Rat vertretenen Parteien haben eingebüßt - am meisten Die Linke, die von 12,5 auf 7,4 Prozent abrutschte.

In Drebach haben die beiden Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Diana Weber und Bernd Thomas Walther, knapp 6 Prozent der Stimmen eingeheimst und bekommen damit einen Sitz im neuen Gemeinderat. Die CDU bleibt stärkste Kraft (48,1). Dicht gefolgt von der Bürgerinitiative Drebach (46,1), die ihre Kräfte mit den bisherigen Mitstreitern von Bürgerkomitee Venusberg/Bürgerinitiative Grießbach gebündelt hat.

Große Verluste verzeichnete die CDU auch in Großrückerswalde. Die Union erreichte 51 Prozent der Stimmen und büßte damit 14,1 Prozentpunkte gegenüber 2014 ein. Gewinner ist die Wählervereinigung Pro Großrückerswalde, die 31,8 Prozentpunkte zulegen konnte. Die Unabhängige Loyale Wählervereinigung (5,0) und die Linke (3,2) sind nicht mehr im Rat vertreten.

Die absolute Mehrheit im Stadtrat von Wolkenstein hält künftig die Demokratische Wählervereinigung. Die DWV erhielt 55,5 Prozent der Stimmen. Einbußen verzeichneten die Volksparteien CDU (28,1) und SPD (11,6). Die Grünen-Kandidatin Kerstin Gellrich (4,7) verpasste den Sprung in den Stadtrat. (mit rickh/jwen)


Europa: AfD im Kreis vorn

Die AfD hat ihr Europawahlergebnis im Erzgebirgskreis von vor fünf Jahren nicht nur fast verdreifachen können, sondern damit auch die CDU überflügelt. Während sie 28,1 Prozent (+16,7) der Stimmen erreichte, kamen die Christdemokraten lediglich auf 27,4 Prozent (-11,6). "Für uns ist das ein sicheres Zeichen, dass es zu den Landtagswahlen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU geben wird", so Pressesprecher Thomas Dietz, Vize-Kreischef der AfD. Die Partei Die Linke kam bei den Europawahlen im Erzgebirgskreis auf 10,6 Prozent (-6,6), die SPD auf 7,7 Prozent (-5,3), die Grünen auf 5,3 Prozent (+2,4) und die FDP auf 4,5 Prozent (+1,9) der Stimmen. (alu )


Kommentar: Trend setzt sich fort

Bei den Stadt- und Gemeinderatswahlen setzt sich offenbar ein Trend fort: Die großen Volksparteien gehören zu den Verlierern. Wählervereinigungen haben davon profitieren können. Und Populisten. In Kommunen, in denen die Alternative für Deutschland antritt, ist ihnen ein zweistelliges Ergebnis sicher - siehe Amtsberg.

In mehreren Kommunen sind erstmals die Grünen am Start. Doch im Erzgebirge hat es die Partei schwer. Nach den bisher für den Zschopauer Raum vorliegenden Ergebnissen reicht es nur in Drebach für einen Sitz. Für die Stadt Zschopau lagen die Ergebnisse bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Im Stadtrat könnte die Partei vielleicht noch zulegen.

Wahlergebnisse der Kreistagswahl
Wahlergebnisse der Stadt- und Gemeinderatswahl
Wahlergebnisse der Ortschaftsratswahl
alles zur Europawahl


Bei den Kommunalwahlen zeichnet sich im Vergleich zu 2014 durchgängig eine höhere Wahlbeteiligung ab. Federn lassen musste insbesondere die CDU. Starke Verluste im Zschopauer Raum haben die Christdemokraten in Gelenau zu verschmerzen, bleiben aber mit 42,7 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Zu den Gewinnerndürfen sich die neuen Wählervereinigungen WV Gelenau (10,7 Prozent) und Liste Gelenau (23,8) zählen, die aus dem Stand heraus ein zweistelliges Ergebnis schafften.

Die Liste Gelenau hatte mit 24 Bewerbern die meisten Kandidaten. Darunter sind auch zwei Vertreter der NPD zu finden: David Schröer ist Vorstandsmitglied der erzgebirgischen NPD. 2014 hatte er sich noch auf Platz 1 der Rechtsextremisten um einen Sitz im Rat beworben. An sechster Stelle ist Arnold Friedemann gelistet, der die NPD schon im jetzigen Gemeinderat vertritt.

Die CDU hat in Gornau zwar einige Stimmen eingebüßt, kann aber mit 50,3 Prozent weiterhin auf ein solides Fundament bauen. Zugelegt hat dafür der Bund Freier Wähler. Für die Grünen (5,6) reichte es nicht für einen Sitz im Rat.

In Börnichen bleibt die Freie Wählervereinigung (78,4) stärkste Kraft. Neun ihrer insgesamt zwölf Kandidaten schafften den Einzug ins Gemeindeparlament - einer mehr als 2014. Der zehnte und letzte Sitz ging an die Feuerwehr (16,0). Die Linke (5,6) ist nicht mehr dabei.

In Grünhainichen ist recht ausgeglichen gewählt worden. Mit 26,9 Prozent gewann die Freie Bürgerinitiative Waldkirchen die meisten Stimmen vor der Freien Wählervereinigung Borstendorf (21,4) und der CDU (20,4). Dahinter folgen die Wählervereinigung Kultur und Sport (17,9) und die Sportgemeinschaft Rotation Borstendorf (13,6).

AfD und Bündnis 90/Die Grünen waren erstmals bei der Gemeinderatswahl in Amtsberg am Start. Die Alternative bekommt drei Sitze, die Grünen keinen. Alle bisher im Rat vertretenen Parteien haben eingebüßt - am meisten Die Linke, die von 12,5 auf 7,4 Prozent abrutschte.

In Drebach haben die beiden Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Diana Weber und Bernd Thomas Walther, knapp 6 Prozent der Stimmen eingeheimst und bekommen damit einen Sitz im neuen Gemeinderat. Die CDU bleibt stärkste Kraft (48,1). Dicht gefolgt von der Bürgerinitiative Drebach (46,1), die ihre Kräfte mit den bisherigen Mitstreitern von Bürgerkomitee Venusberg/Bürgerinitiative Grießbach gebündelt hat.

Große Verluste verzeichnete die CDU auch in Großrückerswalde. Die Union erreichte 51 Prozent der Stimmen und büßte damit 14,1 Prozentpunkte gegenüber 2014 ein. Gewinner ist die Wählervereinigung Pro Großrückerswalde, die 31,8 Prozentpunkte zulegen konnte. Die Unabhängige Loyale Wählervereinigung (5,0) und die Linke (3,2) sind nicht mehr im Rat vertreten.

Die absolute Mehrheit im Stadtrat von Wolkenstein hält künftig die Demokratische Wählervereinigung. Die DWV erhielt 55,5 Prozent der Stimmen. Einbußen verzeichneten die Volksparteien CDU (28,1) und SPD (11,6). Die Grünen-Kandidatin Kerstin Gellrich (4,7) verpasste den Sprung in den Stadtrat. (mit rickh/jwen)


Europa: AfD im Kreis vorn

Die AfD hat ihr Europawahlergebnis im Erzgebirgskreis von vor fünf Jahren nicht nur fast verdreifachen können, sondern damit auch die CDU überflügelt. Während sie 28,1 Prozent (+16,7) der Stimmen erreichte, kamen die Christdemokraten lediglich auf 27,4 Prozent (-11,6). "Für uns ist das ein sicheres Zeichen, dass es zu den Landtagswahlen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU geben wird", so Pressesprecher Thomas Dietz, Vize-Kreischef der AfD. Die Partei Die Linke kam bei den Europawahlen im Erzgebirgskreis auf 10,6 Prozent (-6,6), die SPD auf 7,7 Prozent (-5,3), die Grünen auf 5,3 Prozent (+2,4) und die FDP auf 4,5 Prozent (+1,9) der Stimmen. (alu )


Kommentar: Trend setzt sich fort

Bei den Stadt- und Gemeinderatswahlen setzt sich offenbar ein Trend fort: Die großen Volksparteien gehören zu den Verlierern. Wählervereinigungen haben davon profitieren können. Und Populisten. In Kommunen, in denen die Alternative für Deutschland antritt, ist ihnen ein zweistelliges Ergebnis sicher - siehe Amtsberg.

In mehreren Kommunen sind erstmals die Grünen am Start. Doch im Erzgebirge hat es die Partei schwer. Nach den bisher für den Zschopauer Raum vorliegenden Ergebnissen reicht es nur in Drebach für einen Sitz. Für die Stadt Zschopau lagen die Ergebnisse bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Im Stadtrat könnte die Partei vielleicht noch zulegen.

Wahlergebnisse der Kreistagswahl
Wahlergebnisse der Stadt- und Gemeinderatswahl
Wahlergebnisse der Ortschaftsratswahl
alles zur Europawahl


Bei den Kommunalwahlen zeichnet sich im Vergleich zu 2014 durchgängig eine höhere Wahlbeteiligung ab. Federn lassen musste insbesondere die CDU. Starke Verluste im Zschopauer Raum haben die Christdemokraten in Gelenau zu verschmerzen, bleiben aber mit 42,7 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Zu den Gewinnerndürfen sich die neuen Wählervereinigungen WV Gelenau (10,7 Prozent) und Liste Gelenau (23,8) zählen, die aus dem Stand heraus ein zweistelliges Ergebnis schafften.

Die Liste Gelenau hatte mit 24 Bewerbern die meisten Kandidaten. Darunter sind auch zwei Vertreter der NPD zu finden: David Schröer ist Vorstandsmitglied der erzgebirgischen NPD. 2014 hatte er sich noch auf Platz 1 der Rechtsextremisten um einen Sitz im Rat beworben. An sechster Stelle ist Arnold Friedemann gelistet, der die NPD schon im jetzigen Gemeinderat vertritt.

Die CDU hat in Gornau zwar einige Stimmen eingebüßt, kann aber mit 50,3 Prozent weiterhin auf ein solides Fundament bauen. Zugelegt hat dafür der Bund Freier Wähler. Für die Grünen (5,6) reichte es nicht für einen Sitz im Rat.

In Börnichen bleibt die Freie Wählervereinigung (78,4) stärkste Kraft. Neun ihrer insgesamt zwölf Kandidaten schafften den Einzug ins Gemeindeparlament - einer mehr als 2014. Der zehnte und letzte Sitz ging an die Feuerwehr (16,0). Die Linke (5,6) ist nicht mehr dabei.

In Grünhainichen ist recht ausgeglichen gewählt worden. Mit 26,9 Prozent gewann die Freie Bürgerinitiative Waldkirchen die meisten Stimmen vor der Freien Wählervereinigung Borstendorf (21,4) und der CDU (20,4). Dahinter folgen die Wählervereinigung Kultur und Sport (17,9) und die Sportgemeinschaft Rotation Borstendorf (13,6).

AfD und Bündnis 90/Die Grünen waren erstmals bei der Gemeinderatswahl in Amtsberg am Start. Die Alternative bekommt drei Sitze, die Grünen keinen. Alle bisher im Rat vertretenen Parteien haben eingebüßt - am meisten Die Linke, die von 12,5 auf 7,4 Prozent abrutschte.

In Drebach haben die beiden Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Diana Weber und Bernd Thomas Walther, knapp 6 Prozent der Stimmen eingeheimst und bekommen damit einen Sitz im neuen Gemeinderat. Die CDU bleibt stärkste Kraft (48,1). Dicht gefolgt von der Bürgerinitiative Drebach (46,1), die ihre Kräfte mit den bisherigen Mitstreitern von Bürgerkomitee Venusberg/Bürgerinitiative Grießbach gebündelt hat.

Große Verluste verzeichnete die CDU auch in Großrückerswalde. Die Union erreichte 51 Prozent der Stimmen und büßte damit 14,1 Prozentpunkte gegenüber 2014 ein. Gewinner ist die Wählervereinigung Pro Großrückerswalde, die 31,8 Prozentpunkte zulegen konnte. Die Unabhängige Loyale Wählervereinigung (5,0) und die Linke (3,2) sind nicht mehr im Rat vertreten.

Die absolute Mehrheit im Stadtrat von Wolkenstein hält künftig die Demokratische Wählervereinigung. Die DWV erhielt 55,5 Prozent der Stimmen. Einbußen verzeichneten die Volksparteien CDU (28,1) und SPD (11,6). Die Grünen-Kandidatin Kerstin Gellrich (4,7) verpasste den Sprung in den Stadtrat. (mit rickh/jwen)


Europa: AfD im Kreis vorn

Die AfD hat ihr Europawahlergebnis im Erzgebirgskreis von vor fünf Jahren nicht nur fast verdreifachen können, sondern damit auch die CDU überflügelt. Während sie 28,1 Prozent (+16,7) der Stimmen erreichte, kamen die Christdemokraten lediglich auf 27,4 Prozent (-11,6). "Für uns ist das ein sicheres Zeichen, dass es zu den Landtagswahlen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU geben wird", so Pressesprecher Thomas Dietz, Vize-Kreischef der AfD. Die Partei Die Linke kam bei den Europawahlen im Erzgebirgskreis auf 10,6 Prozent (-6,6), die SPD auf 7,7 Prozent (-5,3), die Grünen auf 5,3 Prozent (+2,4) und die FDP auf 4,5 Prozent (+1,9) der Stimmen. (alu )


Kommentar: Trend setzt sich fort

Bei den Stadt- und Gemeinderatswahlen setzt sich offenbar ein Trend fort: Die großen Volksparteien gehören zu den Verlierern. Wählervereinigungen haben davon profitieren können. Und Populisten. In Kommunen, in denen die Alternative für Deutschland antritt, ist ihnen ein zweistelliges Ergebnis sicher - siehe Amtsberg.

In mehreren Kommunen sind erstmals die Grünen am Start. Doch im Erzgebirge hat es die Partei schwer. Nach den bisher für den Zschopauer Raum vorliegenden Ergebnissen reicht es nur in Drebach für einen Sitz. Für die Stadt Zschopau lagen die Ergebnisse bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Im Stadtrat könnte die Partei vielleicht noch zulegen.

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