Weihnachtsmärkte bekommen erstmals Eisbahnen

Marienberger und Olbernhauer dürfen sich freuen: 2016 können sie vor der eigenen Haustür auf Schlittschuhen Runden drehen. Andernorts ist es nicht kalt genug.

Marienberg / Olbernhau.

Sommerhitze, doch in Marienberg und Olbernhau wird schon an die Winterzeit gedacht: In beiden Orten gibt es in diesem Jahr erstmals Eislaufbahnen. So sollen zusätzliche Besucher auf die Weihnachtsmärkte und in die Geschäfte gelockt werden.

Oberbürgermeister André Heinrich hatte zur Sitzung des Marienberger Stadtrats die Pläne verkündet. Der Weihnachtsmarkt bekommt seinen Worten zufolge eine 450 Quadratmeter große Eislauffläche, samt Schlittschuhverleih und Umkleidekabine. Auf dem 100 mal 100 Meter großen Markt ist dafür genug Platz vorhanden. Die Händler seien informiert und dem Vorhaben gegenüber aufgeschlossen, so Heinrich. Der Weihnachtsmarkt dauert knapp vier Wochen. Er beginnt am 25. November und endet am 18. Dezember. Es sei ein Kraftakt, den vergleichsweise langen Zeitraum sinnvoll zu füllen, sagte Gisela Clausnitzer, Referentin der Stadt.

Es war Heinrichs Gegenkandidat, der 2015 im Wahlkampf um den Oberbürgermeisterposten mit der Idee warb: Er hoffe, dass mit einer Eislaufbahn mehr Leben auf dem Marienberger Markt einziehe, sagte Andreas Haustein damals. Heinrich äußerte sich skeptisch: Eine Eisbahn sei kostenintensiv, auch die Betreibung müsse geregelt werden.

Zumindest letztere Schwierigkeit ist behoben: Betreiber der Bahn ist Matthias Engert, ein Unternehmer aus Annaberg-Buchholz. Dorthin wird die Eisbahn im Anschluss ziehen: Auf dem Annaberger Markt ist sie schon seit Jahren im Januar und Februar eine feste Größe. Vorfreude auch in Olbernhau. Dort sollen ebenfalls Eisläufer ihre Runden drehen können. Denn auf der Goethestraße wird eine Eislaufbahn aufgebaut - und damit in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsmarkt.

Auch in Zschopau wurden in den Vorjahren Eisbahnen errichtet. Gern würde die Stadt einen neuen Versuch starten, sagte Hauptamtsleiter Uwe Gahut. Das Problem: die Witterung. Es sei in den vergangenen Jahren schlicht zu warm gewesen. Anders sieht es zum Beispiel in Marienberg und in Annaberg-Buchholz aus. Dort müsse nicht auf besonders kaltes Wetter gehofft werden, erklärte Betreiber Matthias Engert. Seine mobile Eisanlage arbeite unabhängig von den Außentemperaturen.

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