Wenn sich ein Türchen öffnet

Mit einem digitalen Adventskalender greift Gelenau örtlichen Händlern unter die Arme. Statt Leckereien sorgen dabei Rabatte für große Freude.

Gelenau.

So schmerzlich es für Kristina Keller auch war, in dieser Woche die Türen ihres Friseursalons schließen zu müssen: Kurz vor dem Lockdown hatte sich für die Gelenauerin ein anderes Türchen geöffnet, das zumindest einen kleinen Trost in dieser schwierigen Zeit darstellt. Schließlich war ihr Geschäft eine Station des digitalen Adventskalenders, der für regen Betrieb in den teilnehmenden Gelenauer Läden sorgte. Das Projekt, das gerade seine Premiere erlebt, basiert auf einer Idee der Gemeindeverwaltung.

"Wir machen uns immer Gedanken darüber, wie wir die Marke Gelenau und damit auch den lokalen Einzelhandel stärken können", erklärt Bürgermeister Knut Schreiter, warum seit Monatsbeginn ein spezieller Link auf der Homepage der Gemeinde sofort ins Auge sticht. Dieser führt zu einem digitalen Adventskalender, der jeden Tag eine neue Überraschung zu bieten hat. Und zwar in Form einer Rabattaktion eines Geschäfts im Ort. "Von der Gastronomie über Kleidung bis hin zum Fahrzeugservice ist alles dabei", so Schreiter, der sowohl von den Unternehmern als auch von den Kunden bislang nur positives Feedback erhielt. Wegen des Lockdowns mussten zwar einige Änderungen vorgenommen werden, aber auch weiterhin hält jeder Tag ein Angebot parat, das sich für alle Seiten lohnt. "Bei mir war deutlich mehr los als sonst. Die Leute haben mich darauf angesprochen", berichtet Annette Dietrich. Mit ihrem Modehaus hat sie schon zweimal an der Aktion teilgenommen. So gab es 30 Prozent Rabatt nicht nur auf Unterwäsche, sondern auch für Nachtgewänder. "Die Kunden haben sowohl für sich selbst eingekauft als auch die Chance für Weihnachtsgeschenke genutzt", berichtet Annette Dietrich, die eine Fortsetzung dieses Projekts begrüßen würde. "Wir werden uns zusammensetzen und darüber reden", verspricht Knut Schreiter, der die Corona-Krise als Chance für neue Ideen wie diese begreift.

"Jetzt erst recht" lautet das Motto, nach dem auch Kristin Keller handelte. Als die Anfrage von der Gemeinde kam, sagte die Inhaberin des Friseursalons "Haarwerk" sofort zu. Eine Entscheidung, die sie nicht bereute. Denn als sie an der Reihe war, schauten fast doppelt so viele Kunden vorbei wie sonst. Die Termine für Haarschnitte waren zwar ausgebucht, aber "die Leute haben viele Pflege- und Stylingprodukte gekauft", sagt die Gelenauerin, die Shampoo, Conditioner und Co zum Nachfüllen auf Lager hat. "Eine Kundin kam gleich mit vier leeren Flaschen."

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