WM-Absage - Region trauert

Enduro-Lauf in Zschopau wegen Pandemie organisatorisch, logistisch und finanziell nicht machbar - Verständnis und Ärger.

Zschopau.

Das Wetter passte am gestrigen Mittwoch: Am Tag nach der Absage der Enduro-Weltmeisterschaft in Zschopau sorgte es mit dunklen Wolken und Dauerregen für entsprechende (Trauer-)Stimmung im Erzgebirge. "Das ist natürlich sehr schade - für uns Fahrer, für die Fans, ja für die ganze Region", sagt Florian Görner. Der Geländefahrer aus Scharfenstein hätte beim WM-Lauf vom 16. bis 18. Oktober ein kleines Jubiläum gefeiert - den fünften Start beim Heimrennen. Die Entscheidung sei aber richtig gewesen: "Ohne Zuschauer geht ,Rund um Zschopau' nun mal nicht."

Nach der offiziellen Absage des WM-Laufs am Dienstagnachmittag durch den Motorradweltverband FIM meldete sich auch der MSC Rund um Zschopau zu Wort: "Der nach wie vor und vor allem im Event-Bereich herrschende Ausnahmezustand durch die Coronapandemie zwang uns dazu, nach langer Überlegung und schweren Herzens die Reißleine zu ziehen. Die allgemeine Situation birgt weiterhin unkalkulierbare Risiken für den Veranstalter, aber auch für Teilnehmer und Zuschauer", sagt André Rudolph. Es gebe weiterhin keinerlei verbindliche Aussagen, ob der Lauf überhaupt stattfinden kann. "Es ist kein schlüssiges Konzept greifbar und real, dass eine Durchführung der Veranstaltung unter Einhaltung der geforderten Schutzmaßnahmen erlaubt", so der Fahrtleiter weiter. "Punkte wie Nachverfolgbarkeit, Abstandsregeln, Zuschauerzählung sowie Zuschauerbegrenzung sind aufgrund der Veranstaltungsgröße organisatorisch, logistisch und finanziell nicht umsetzbar."

Stefan Bauer habe die Absage "nicht extrem überrascht". "Begeistert sind wir nicht. Unser Haus war wie immer bei ,Rund um Zschopau' ausgebucht. Nun trudeln die Absagen ein. Das ist nicht schön, gerade in der jetzigen Zeit", sagt der Inhaber des Hotels "Villa Wilisch" in Amtsberg. "Vielleicht hätte man den WM-Lauf ja doch durchführen können - ohne Prolog und Party." (hd)

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