Anwohner ringen um Zukunft ihres Wohngebiets

Oberbürgermeister Sven Krüger steht in Sachen Kinopolis in Freiberg Rede und Antwort. Viele Fragen drehen sich um das Kino und Verkehr, aber auch das Flüchtlingsthema erregt die Gemüter.

Freiberg.

Die "Freie Presse" fasst die Themen zusammen:

Kinopolis-Komplex: Thema Nummer 1 beim Bürgerdialog in Wasserberg war der Leerstand in der Passage des sogenannten Kinopolis-Centers. "Das Kinopolis ist nur einer der Mieter. Das Gebäude gehört einer Firma in Dublin, der Verwalter sitzt in Frankfurt", sagte Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD). "Wir stehen seit zwei Jahren in regelmäßigem Kontakt mit dem Verwalter und sind um eine Lösung bemüht." In der einst florierenden Passage zogen im vorigen Jahr mehrere Mieter aus. "Für die Zukunft wünschen wir uns eine Wiederbelebung, beispielsweise mit einem Lebensmittelgeschäft", erklärte Krüger. Die Verwalterfirma Mayfield Property Management äußerte sich bisher auf Anfrage der "Freien Presse" nicht dazu.

Verkehrssituation: Kritisiert wurde auch die Verkehrssituation mit täglich vielen 40-Tonnern auf der Karl-Kegel-Straße. "Freiberg ist verkehrstechnisch schlecht aufgestellt", räumte der OB ein. Eine Sperrung der Karl-Kegel-Straße für Lkw sei nicht möglich, denn das Gewerbegebiet Süd könne, wegen der Brücken, nur über diese Straße gewährleistet werden, so Krüger. Er machte deshalb keine Hoffnung auf eine kurzfristige Lösung. "Ein Teilabschnitt der Umgehungsstraße zwischen Frauensteiner und Chemnitzer Straße könnte Linderung bringen. Das Projekt befindet sich derzeit in der Planfeststellung."

Fußweg: Thema war auch der kleine Fußweg, der vom Getränkemarkt an der Karl-Kegel-Straße zum Ärztehaus führt. Die Gullys sind laut Anwohnern überfüllt, es gebe mehrere Stolperfallen und eine Beleuchtung fehle gänzlich. Der Weg gehöre nicht der Stadt, aber er werde mit den Verantwortlichen Kontakt aufnehmen, versicherte Krüger.

Flüchtlinge: Angesprochen wurde auch die Anzahl der in den Freiberger Wohngebieten untergebrachten Flüchtlinge. Durch Zuzüge aus dem Landkreis steige diese weiter und sei größer als in benachbarten Städten. "Zuallererst kann man sagen, dass es derzeit kaum noch eine Erhöhung der Flüchtlingszahl gibt", betonte Krüger. Eine Bewegung im Landkreis und damit auch nach Freiberg sei jedoch nicht zu leugnen. Eine bestimmte Maximalanzahl von Migranten in den Wohnblöcken werde aber nicht überschritten.

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