Beschmierte Blitzer: Ermittlungen dauern an

Noch weiß die Polizei nicht, wer die Geräte in Lichtenwalde kurzzeitig außer Gefecht gesetzt hat. Ein Zusammenhang mit Chemnitzer Fällen sei jedoch denkbar.

Lichtenwalde.

Einen Ermittlungserfolg können die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz im Fall der beiden beschmierten Blitzer in Lichtenwalde bisher nicht vermelden. Wie Jana Ulbricht, Pressesprecherin der Polizeidirektion Chemnitz, auf Anfrage der "Freien Presse" mitteilte, dauerten die Untersuchungen noch an.

Die beiden Geräte an der Niederwiesaer Straße (B 169) waren in der Nacht zum 2. August beschmiert worden. Ein Zeuge hatte der Polizei an diesem Sonntagmorgen gegen 9 Uhr gemeldet, dass die Geschwindigkeitsmessgeräte mit rosa Farbe außer Gefecht gesetzt wurden. Die Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen auf.

Ebenfalls an diesem Sonntag war auch der Blitzer an der Dresdner Straße in Chemnitz beschmiert worden - in augenscheinlich derselben Farbe wie auch die Geräte im Niederwiesaer Ortsteil. Ein Zufall muss das nicht sein, wie die Polizeisprecherin erklärt. "Wir gehen davon aus, dass zwischen den beiden Taten ein Zusammenhang besteht", sagt Jana Ulbricht.

In der Nacht zum Dienstag ist nun wiederum der Blitzer an der Kreuzung Barbarossastraße/Zwickauer Straße in Chemnitz mit gelber und weißer Farbe verunstaltet worden. Das Geschwindigkeitsmessgerät war zuletzt immer wieder Ziel von Farbattacken - nicht der einzige Fall im Chemnitzer Stadtgebiet. Im Zuge der Ermittlungen konnten Polizeibeamte Ende Juli eine 20-Jährige auf frischer Tat ertappen und festnehmen. Nach einer Befragung der jungen Frau, die nichts zu den Anschuldigungen sagte, wurde diese zunächst wieder freigelassen.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten in Lichtenwalde sowie an der Dresdner Straße und der Chemnitzer Serie in den vergangenen Wochen bestehe, sei laut Ulbricht noch nicht geklärt. (mit luka)

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