Die Pegelstände steigen

Das Schmelzwasser lässt die Flüsse der Region anschwellen, aber Überschwemmungsgefahr besteht derzeit nicht.

Flöha.

Die frühlingshaften Temperaturen haben in den vergangenen Tagen dafür gesorgt, dass der Schnee in der Region fast komplett verschwunden ist. Damit verbunden sind auch erhöhte Pegelständen in den Flüssen.

Auch wenn die Fließgewässer momentan deutlich mehr Wasser führen, wurden an den Pegelmessstellen in Flöha (für die Flöha) und Kunnersdorf (Zschopau) keine kritischen Werte erreicht. Es kam bisher auch zu keinen Überschwemmungen. Aber am Wehr in Flöha-Plaue ist deutlich zu sehen, welche Wassermassen die Zschopau mit sich führt.

Die Geschichte dieses Wehrs reicht bis 1580 zurück. Aus diesem Jahr stammt die älteste bekannte Erwähnung einer solchen wasserbaulichen Anlage. 1923 erfolgte durch den damaligen Inhaber der Baumwollspinnerei Plaue der Bau des Stauklappenwehres, wie es grundsätzlich heute noch existiert. Während des Hochwassers im August 2002 wurde es schwer beschädigt. Schließlich war es der Vorsitzende des Kanusportvereins Flöha Christian Rößler, der sich gegen einen weiteren Verfall oder gar drohenden Abriss des technischen Denkmals einsetzte. "Immerhin dient uns die Staustufe als Existenzgrundlage unseres Sportvereins. Außerdem besitzt das Stauklappenwehr in seiner Art nach meiner Kenntnis in Sachsen ein Alleinstellungsmerkmal", sagt Rößler. In den Jahren 2007/08 erfolgte eine umfassende Sanierung des Stauklappenwehres, das zugleich als Grundlage für die Erzeugung von Elektroenergie dient. Es hat eine Gesamtbreite von fast 44 Metern.

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22 Kommentare
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  • 1
    1
    Tauchsieder
    26.02.2021

    Ein Alleinstellungmerkmal besitzt dieses Wehr nicht, da gibt es einige in Sachsen. Dies nur zur Richtigstellung der Aussage von Hr. Rößler.
    Das Wehranlagen zum Anstau von Wasser dienen ist usus. Was jedoch daraus resultiert ist eher erschreckend und steht in keinem Verhältnis zu dem angerichteten Schaden der von solchen Anlagen ausgeht. Der Anteil des in D erzeugten Strom aus Wasserkraft hat einen "gigantischen" Anteil von ca. 3% am Gesamtaufkommen, also völlig bedeutungslos. Der ökologische Schaden der von solchen Anlagen jedoch angerichtet wird ist immens.
    Vielleicht sollten die Kanusportler mal ihren Horizont erweitern und nicht das Bauwerk bewundern, vielleicht sollten sie mal aus Sicht der Flora und Fauna dies betrachten.

  • 2
    5
    Bergerli
    24.02.2021

    Ich lache mich kaputt
    Grundlage von Elektroenergie !!!
    Nur der Lärmpegel ist extrem gestiegen !
    Klasse !!!