Kunden in sechs Orten ohne Strom

2100 von Envia M versorgte Haushalte waren betroffen. Im Supermarkt hieß es warten und hoffen, dass die Lebensmittel nicht verderben.

Niederwiesa.

Am gestrigen Mittwoch gegen 15.40 Uhr gingen im Edeka-Markt in Niederwiesa plötzlich die Lichter aus. Grund dafür war ein Stromausfall. "Wir standen ohne Vorwarnung im Dunkeln. Die Kunden, die gerade einkaufen waren, mussten wir aus dem Laden bitten", sagt Marktleiterin Claudia Gabriel.

Im Netzgebiet des Envia-M-Netzbetreibers Mitnetz Strom habe es einen Stromausfall gegeben, bestätigte Unternehmenssprecher Stefan Buscher auf Nachfrage der "Freien Presse". Betroffen waren seinen Angaben nach etwa 2100 Kunden in Teilen von Flöha, Augustusburg, Erdmannsdorf, Niederwiesa, Kunnersdorf und Euba. Gegen 18.30 Uhr konnte Buscher melden, dass die Stromversorgung komplett wieder hergestellt worden sei.

Ursache für den Stromausfall seien drei Störungen im Mittelspannungsnetz der Region gewesen - zwei davon in Euba und eine im Bereich Niederwiesa. "Nachdem wir die Störungen lokalisiert hatten, konnten wir umschalten." Der Auslöser für die Störungen sei noch nicht bekannt, die Defekte würden zügig repariert.

Für die Mitarbeiter im Edeka-Markt bedeutete das erst einmal warten. "Wir können nichts machen. Die Kassen sind aus, im Verkaufsraum ist es stockdunkel, und unsere Eingangstür geht nicht mehr", erzählt Claudia Gabriel. Für die Kunden gab es an der Tür ein Hinweisschild, dass der Markt wegen eines Stromausfalls vorübergehend geschlossen ist. Den Feierabendeinkauf mussten sie verschieben.

Im Verkaufsraum räumten die vier Mitarbeiter derweil die Einkäufe der Kunden zurück, die den Laden vorzeitig verlassen mussten. "Meine größte Sorge ist die Kühlung", sagt die Marktleiterin. Zwar hielten die Tiefkühltruhen im Markt gut sieben Stunden ohne Strom aus, doch wie sich die Störung auf die Kühlflüssigkeit auswirke, sei unklar. "Auch das Kühlhaus ist betroffen, dort lagern unter anderem verderbliche Lebensmittel", erklärt Claudia Gabriel. Über ein Notstromaggregat verfüge der Markt nicht.

Die Marktleiterin hatte nach ihren eigenen Worten am Abend auch noch viel zu tun, als der Stromausfall behoben war. So müsse sie beispielsweise überprüfen, ob die Tiefkühltruhen und die Kassen wieder ordnungsgemäß hochfahren.

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