Mit dem Motorrad zum Gottesdienst

Roberto Jahn (Foto: E. Jansen/Archiv) war im Juni und Juli ganze drei Tage zuhause. Und das auch nur, um Wäsche zu waschen. Der 50-jährige Marienberger hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Als Motorradfahrerseelsorger ist er sachsenweit unterwegs - zwischen Mai und Oktober finden 25 Bikergottesdienste statt. Zudem bietet er geführte Bikertouren mit seelsorgerischer Betreuung an, die ihn schon nach Kanada, die USA, Südafrika und durch ganz Europa führten. "Für Motorräder habe ich mich schon als Kind begeistert. Mein Großvater brachte mir mal ein Prospekt mit, da ging es um einen Bikergottesdienst in Frankfurt am Main." Da sei ihm klar gewesen, dass er so etwas auch machen wolle.

Über Umwege hat der Vater dreier Söhne schließlich sein Ziel erreicht. Nach der Bäckerlehre und einem missionarischen Jahr ging es zum Studium der Religionspädagogik nach Moritzburg. 1991 hielt er den ersten Bikergottesdienst in Bautzen ab. Seitdem ist er in dieser Mission unterwegs. Zu Motorradtouren in der Freizeit findet er indes kaum noch Gelegenheit. Denn zusätzlich zu seiner Arbeit ist Roberto Jahn noch als Wehrleiter bei der Feuerwehr und im Stadtrat von Marienberg tätig. "Umso mehr genieße ich unsere Urlaube. Dieses Jahr waren wir an der Ostsee. Ich fahre mit der Familie aber auch gern an den Balaton oder nach Kroatien". (fbä)

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