Zwei Wochen Bauverzug an der Kirchenbrücke

Der Fortschritt am Ersatzneubau ist wegen bautechnischer Probleme ins Stocken geraten. Nun sollen Abläufe optimiert werden.

Flöha.

Wer sich ein Bild über den Fortschritt des Ersatzneubaus der Kirchenbrücke in Flöha machen möchte, braucht nicht unbedingt der Baustelle einen Besuch abzustatten. Vielmehr ist dies weiterhin im Internet möglich (bau.fuchs-soehne.de/ unternehmen/webcams), wo alle 20 Minuten ein neues Bild eingestellt wird. Die weitere Entwicklung der Großinvestition, die inklusive der Planungsleistungen fast 3 Millionen Euro kosten und im Dezember 2020 abgeschlossen werden soll, zieht die Blicke der Flöhaer und ihrer Gäste immer wieder an. Es ist unübersehbar, wie oft sich die Passanten Zeit nehmen, und dem baulichen Treiben am Flöha-Ufer zuzusehen.

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, habe sich der Bau Ende April zwei Wochen in Zeitverzug befunden, da es auch zusätzliche bautechnische Probleme zu lösen galt. "Wir haben während der Bauberatung den ausführenden Betrieb ersucht, die weiteren Abläufe so zu optimieren, dass diese Verzögerung wieder aufgeholt wird. In zwei Wochen können wir dann genau sagen, inwieweit wir wieder im Plan liegen", sagte Flöhas Oberbürgermeister Volker Holuscha (Die Linke).

Derzeit wird auf dem Widerlager auf der Seite Richtung Stadtzentrum gearbeitet. Zudem sind die Bauleute damit beschäftigt, die Spundwandkästen in der Flussmitte auszuheben und somit den Bau des Pfeilers vorzubereiten. "Je nach Baufortschritt wird dann die Arbeitsrampe, die von der Seite zur Rettungswache aufgeschüttet wurde, wieder zurück gebaut", sagte Stanimir Enew, der in der Stadtverwaltung Flöha das Sachgebiet Tiefbau/Bauhof leitet. "Danach kann dann in diesem Bereich der Bau des zweiten Widerlagers beginnen", so der Rathaus-Mitarbeiter auf Anfrage.

Doch in der Großen Kreisstadt gibt es derzeit noch weitere Bauarbeiten an der Infrastruktur. Voraussichtlich noch den gesamten Monat Mai ist in Flöha die Feldstraße wegen der Neuverlegung von Wasseranschlüssen gesperrt. Eine entsprechende Umleitung in diesem Wohngebiet, das sich unmittelbar am Zschopau-Fluss befindet, ist ausgeschildert. Dafür gibt es auf einer anderen Straße wieder freie Fahrt. In den vergangenen Wochen hatte der Zweckverband Kommunale Wasserver- und Abwasserentsorgung "Mittleres Erzgebirgsvorland" mit Sitz in Hainichen auf der Straße Zur Baumwolle Rohrsysteme neu verlegt. Die entsprechenden Abnahmen sind mittlerweile erfolgt.

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