Krankenhaus: Bislang kein Verdacht auf Virus

Freiberger Klinik weist Gerücht um angebliche Erkrankung zurück

Freiberg.

Das Freiberger Kreiskrankenhaus hat Gerüchte dementiert, wonach in der Klinik ein möglicher Coronavirus-Verdachtsfall behandelt wird. Wie Geschäftsführer Stefan Todtwalusch der "Freien Presse" am Donnerstag auf Nachfrage sagte, sei am Mittwoch ein Freiberger Bürger in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses wegen einer Verbrennung behandelt worden.

"Es handelt sich um einen Reiserückkehrer aus China", so der Klinikchef. Er sei im Vorfeld bereits von zwei Hausärzten in der Region allein aufgrund seiner Rückkehr aus China abgewiesen worden, so Todtwalusch. Und er unterstreicht: "Der Patient selbst hatte sich etwa fünf Flugstunden vom Risikogebiet entfernt aufgehalten. Allerdings konnte er wegen der akuten Ausnahmesituation in chinesischen Krankenhäusern - auch außerhalb der Stadt Wuhan - vor Ort nicht medizinisch behandelt werden." Der Geschäftsführer beruft sich auf den medizinischen Versorgungsauftrag des Krankenhauses für die Menschen in Mittelsachsen. "Dem kommen wir jederzeit nach", unterstreicht der Klinikchef. Und er fügt hinzu: "Im konkreten Fall haben wir eine Brandwunde medizinisch versorgt."

Die Freiberger Mediziner haben den Patienten nach Todtwaluschs Worten rein vorsichtshalber untersucht und festgestellt, dass keinerlei Symptome und daher auch kein Verdacht auf eine Infektionskrankheit besteht. Das Personal der Notaufnahme sei zu Symptomen von Reiserückkehrern belehrt und anhand der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes geschult: "Wir arbeiten eng mit dem zentralen Bereich Hygiene und Infektiologie der Sana Kliniken, unserem Bereich Hygiene und den Gesundheitsbehörden zusammen", so der Geschäftsführer. Er erinnert daran, dass das Gesundheitsamt Mittelsachsen sein Haus angewiesen habe, Patienten mit einem Verdacht auf Coronavirus umgehend an die Klinik für Infektionsmedizin am Klinikum Chemnitz zu überweisen. Darüber sind alle Ärzte des Krankenhauses informiert.

Todtwalusch dazu: "Bislang gab es bei keinem Patienten einen entsprechenden Verdacht." "Noch gibt es keinen Fall in Mittelsachsen", unterstrich am Donnerstag auch Landkreis-Pressesprecher André Kaiser. grit


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