Burg der Märchen verzaubert 2400 Besucher

Zur 22. Neuauflage des Klassikers des Mittelsächsischen Kultursommers kommen beim Publikum auch neue Spielideen an.

Kriebstein.

Eine märchenhafte Casting-Show ist am Wochenende auf der Burg Kriebstein über die Bühne gegangen. Die 22. Auflage der Burg der Märchen des Vereins Mittelsächsischer Kultursommer (Miskus) wurde zum Schaulaufen weltbekannter Märchenfiguren.

Das Veranstaltungskonzept für junge und alte Märchenfans habe sich erneut bewährt, erklärte Miskus-Geschäftsführer Jörn Hänsel. An beiden Tagen seien etwa 2400 Besucher gekommen, etwa 1000 weniger als im Vorjahr. Dennoch sei der Verein mit der Resonanz zufrieden.


Bei der 22. Neuauflage wollten die Helden der Märchenliteratur, dargestellt von Miskus-Mimen um Märchenkönig Norbert Hein, geklärt haben, wer als die wichtigste der Figuren im Märchenland gilt. Insgesamt vier Bewerberrunden für den Märchenland-Superstar hatten die Organisatoren allein am Samstag anberaumt. Für die warfen etwa "Die alte Geiß" (Andrea Schleußing) oder der "Hans im Glück" (Frank Schleußing) ihren symbolischen Hut in den Ring. Die zwölfte Fee (Petra Wagner) versuchte den Landesherren zu bezirzen, während etwa der Hofkoch (Thomas Kühn) mit Pfannkuchen Punkte beim Märchenkönig einheimsen wollte. Der fällte gemeinsam mit dem Publikum schließlich ein salomonisches Urteil: Die Märchenland-Typen seien nur zusammen Superstars.

Die Spielidee kam gut an. Luena und Klara waren an der Seite ihrer Oma Marika Lemke aus Dresden Gäste des Spektakels. Sie kannten alle markanten Sprüche der Helden. "Kein Wunder, Märchen gehören bei uns zur regelmäßigen Vorlese-Lektüre", so Marika Lemke. Zu den Stammgästen gehört Gabi Reichart aus Leipzig: "Seit fünf Jahren bin ich mit den Enkeln in Kriebstein dabei." Im Zeitalter der Smartphones blieben solche Fantasiereisen ein wichtiges Erlebnis. Voll dabei waren auch Anton im Ritterkostüm und Jule als Goldmarie. Zusammen mit Annerose Linhardt waren sie von Meerane her angereist. Selbst aus Berlin, dem Vogtland und dem fernen München hatten sich Hofpartygäste in ihren "Benzinkutschen" auf den Weg nach Kriebstein gemacht.

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