Ein Krippenspiel mit 60 Figuren

Die Weihnachtsgeschichte hat Pier Giorgio Furlan in Ehrenberg schon mehrfach aufgeführt. Am Samstag wird aber alles noch größer und neu arrangiert.

Ehrenberg.

Es wird das wahrscheinlich größte Krippenspiel Mittelsachsens, wenn am Samstag im Schlosspark in Ehrenberg insgesamt 60 Mitwirkende die Weihnachtsgeschichte erzählen. Ganz sicher wird es eine Aufführung, die bunter und vielfältiger kaum sein könnte, denn als Darsteller eingebunden sind auch Menschen mit Handicap sowie Migrationshintergrund.

"Inklusion ist und bleibt für uns das wichtigste Thema", erklärt der künstlerische Leiter und Hausherr Pier Giorgio Furlan, der seit vielen Jahren schon erfolgreich mit geistig und körperlich behinderten Menschen arbeitet, ihnen im Maskenspiel Selbstvertrauen vermittelt. Mit dem Krippenspiel hat der gebürtige Venezianer 2009 vor dem Rathaus in Mittweida begonnen. Dann wurde daraus der traditionelle Jahresabschluss im internationalen Kulturzentrum Rittergut Ehrenberg.

Alle Jahre wieder kamen Maria und Josef im bunten Licht der Projektionen zur Krippe. "Nun treten wir erstmals im Schlosspark auf", erläutert Furlan. Und mit "wir" meint er mehrere Spielgruppen, insgesamt gut 60 Leute. Die Idee zu dieser großen Aufführung sei durch den Erfolg seiner Inklusionsprojekte entstanden. Davon überzeugt zeigte sich auch die Stiftung "Aktion Mensch", die das Ehrenberger Krippenspiel finanziell unterstützt.

Furlan setzt auf seine italienischen Wurzeln, genauer gesagt auf Franz von Assisi, der im Jahr 1223 mit einer ersten Aufführung der Geschichte um Maria und Josef das Krippenspiel in so lebendiger Darstellungsform praktisch "erfunden" haben soll. Für Furlans "Advent À la Venezia" hat er die kleinen Häuschen seines Weihnachtsberges in Groß nachbauen lassen. So stehen nun zu sechs Berufen wie Müller, Schmied und Bäcker verschiedene Hütten im Park. Jede wird von einer eigenen Gruppe bevölkert und mit Leben im Maskenspiel erfüllt. Furlan wird als Spielleiter das Publikum von Haus zu Haus führen und schließlich an der Krippe landen.

Somit ist im Gelände ein neuer, riesiger Weihnachtsberg entstanden, auch dank einer Förderung des Kulturraums Mittelsachsen. "Dazu gibt es nun eine ganz neue Lichtkonzeption", sagt Furlan. "Es sind nicht mehr meine Dia-Projektoren. Wir gehen jetzt mit einem Chemnitzer Lichtkünstler ganz neue Wege."

"Advent À la Venezia" im Schlosspark am Rittergut Ehrenberg, Lochmühlenstraße 8 am Samstag, 16 Uhr und am 18. Dezember (Mittwoch), ebenfalls 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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