Frankenberg-Infos auf einen Klick

Bodenwerte nachlesen? Und wie lange ist die Straße durch Sachsenburg noch gesperrt? Antworten auf diese und mehr Fragen finden Nutzer des städtischen Internetportals. Ab heutigen Donnerstag ist es scharf geschaltet.

Frankenberg.

Mit dem Geoportal Frankenberg geht am heutigen Donnerstag eine neue Informationsquelle online. Im Internet können sich Bewohner der Stadt und Besucher an einer zentralen Stelle Auskünfte etwa über Flurstücke, Bodenwerte und Baustellen einholen. Der Vorteil für die Verwaltung: Viele Anfragen im Rathaus dürften künftig entfallen. Denn mit Hilfe des speziellen Webportals sind auch gleich die Ansprechpartner bei jenen sächsischen Behörden zu ermitteln, die Daten für die Webdienste liefern, die das Geoportal bündelt.

"Wir wollen dem Bürger damit ein Instrument in die Hand geben, mit dem er selbst recherchieren und auch visualisieren kann", sagt Frankenbergs EDV-Administratorin Romy Teichmann. "Wir verstehen das Portal als ein Stück digitaler Verwaltung", so Florian Aurich von der städtischen Bauverwaltung und Wirtschaftsförderung, der das Projekt mit Teichmann und einem weiteren Kollegen zusammen realisiert hat. Kostenpunkt bislang: circa 5000Euro.


Auch einen Unterpunkt Landesgartenschau 2019 gibt es: "Das ist unser erster eigener Inhalt, den wir mit den Webdiensten des Freistaates bündeln", sagte Romy Teichmann. Zu sehen sind Angaben zu Standorten und Wegen sowie zum Ausstellungsgelände. Klickt man weiter, erhält man Informationen zu 45 Wegpunkte genannten Attraktionen. Weitere Daten sollen nach und nach das Informationsangebot vergrößern.

Auch die Wanderwege in Frankenberg sowie die Kunstwerke des Skulpturenpfades wollen Romy Teichmann und ihre Mitstreiter aufarbeiten. Dies könnten die nächsten beiden eigenen Programmpunkte des Portals werden.

Entstanden ist das Projekt im Zusammenhang mit den Planungen für die Zeit nach der Landesgartenschau. Um die Investitionen in die Erholungsmöglichkeiten der Stadt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen, peilte die Verwaltung einGrünflächenmanagementan. "Wir wollen alle Grünflächen in der Stadt überwachen und ordentlich pflegen", so Romy Teichmann. Schließlich sollten sich die Bürger in ihrer Stadt auf Dauer wohl fühlen und sich nicht über vernachlässigte Anpflanzungen ärgern. "Und wenn Flächen erst einmal besser verwaltet werden, warum sollten dann nicht auch Bürger von den dafür erfassten Daten profitieren?", so Florian Aurich.

Nützliche Angaben fielen so etwa bei der Widmung der Straßen an. Die Folge: Per Geoportal kann sich der Nutzer nun informieren, wem welche Trasse gehört. Historische Karten, Luftbilder und Gemarkungen verdichten das Bild oder erlauben die Betrachtung von Trends in der Stadtentwicklung. Bebauungs- und Flächennutzungspläne sind ebenfalls zu finden. Auch Standorte von Windkraftanlagen kann man recherchieren. Bei jeder Bushaltestelle sind neben der Lage An- und Abfahrtszeiten hinterlegt.

Das Geoportal ist in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung entstanden. Die Behörde vermittelte auch den Kontakt zum Portal-Betreiber, der Ingenieurgesellschaft Potsdam. "Außerdem haben wir uns am Geoportal Kamenz orientiert und von den dort gemachten Erfahrungen profitiert. Kamenz ist in Sachsen Vorreiter", sagte Aurich. "Aber Frankenberg gehört jetzt zu den ersten sächsischen Kleinstädten mit einem eigenen Geoportal", so Teichmann. Verlinkt ist die neue Schnittstelle auch mit der klassischen Stadt-Homepage.

geoportal-frankenberg-sachsen.de

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