Groschupf-Bäcker verlegt Zentrale nach Hainichen

Das Chemnitzer Unternehmen hat die insolvente Hainichener Gellertstadt-Bäckerei übernommen. Der neue Firmensitz ist bereits im Industriegebiet Crumbach.

Hainichen.

Nachdem das Chemnitzer Bäckerei- und Konditoreiunternehmen Groschupf 14 Filialen der insolventen Hainichener Gellert-stadt-Bäckerei übernommen hatte, wird seit dem 1. Oktober bereits am Standort im Hainichener Industriegebiet Crumbach das neue Sortiment produziert.

"Wir haben unseren Firmensitz nach Hainichen verlegt und werden nach und nach auch die einzelnen Filialen umgestalten", sagte gestern Geschäftsführer Ralf Groschupf auf Anfrage der "Freien Presse". Dieser Prozess werde aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Unternehmen Groschupf hat mit dem Kauf der Hainichener Gellertstadt-Bäckerei die Anzahl seiner allesamt in Chemnitz angesiedelten elf Filialen auf nunmehr 25 Geschäfte erhöht und geht somit auf Expansionskurs.

Grund für die Verlagerung des Firmensitzes sei, dass die Kapazitätsgrenzen an der Bornaer Straße in Chemnitz im Hinblick auf Produktion und Logistik erreicht seien. In Hainichen bestünden hinsichtlich Größe und Lage der Immobilie wesentlich bessere Produktionsbedingungen.

Insolvenzverwalter Stefan Kahnt hatte nach der Pleite der Hainichener Großbäckerei bei laufender Produktion einen Investor für das angeschlagene Unternehmen gesucht und nach drei Monaten auch gefunden.

Am 1. August hatte das Amtsgericht Chemnitz das Insolvenzverfahren eröffnet.


Neuer Eigentümer

Die Bäckerei und Konditorei Ralf Groschupf GmbH ist ein Familien-

betrieb, der von Ralf Groschupf seit 1987 geführt wird. Zum Unternehmen mit 69 Mitarbeitern kommen nun 65 Mitarbeiter der Hainichener Gellertstadt-Bäckerei hinzu. Im Juni musste das Hainichener Unternehmen mit seinen insgesamt 28 Filialen Insolvenz anmelden. Gemeinsam mit seinem Team führte Insolvenzverwalter Stefan Kahnt zuletzt den Geschäftsbetrieb von 21 Filialen fort.

Insgesamt wurden 14 zumeist überregionale Filialen in den Städten Hainichen, Mittweida, Limbach-Oberfrohna, Chemnitz, Dresden, Bannewitz bei Dresden, Radebeul, Meißen, und Waldheim übernommen. Der Insolvenzverwalter, so heißt es, arbeite derzeit an Lösungen für weitere fünf Filialen in Altenberg, Bürgel, Glashütte und Leipzig. In Stadtroda und Eisenberg mussten die Filialen geschlossen werden. (ule)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...