Hainichener "Storchennest" bekommt einen Fahrstuhl

Die Kindertagesstätte im Wohngebiet Ottendorfer Hang soll noch in diesem Jahr barrierefrei werden. Rund 200.000 Euro werden dort investiert.

Hainichen.

Mit 228 Plätzen ist die Kindertagesstätte "Storchennest" im Wohngebiet Ottendorfer Hang in Hainichen die mit Abstand größte Einrichtung dieser Art in der Stadt. Der Kindergarten in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes hat auch 18 Integrativplätze, von denen derzeit 13 belegt sind. Was bislang fehlte und laut Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) bisher an nicht bereitgestellten Fördermitteln scheiterte, war ein Fahrstuhl.

Das soll sich noch in diesem Jahr ändern. "Das ist eine ausgesprochen wichtige Investition", erklärte Greysinger, nachdem der Technische Ausschuss des Stadtrats nun die notwendigen Aufträge vergeben hat. Die Gesamtkosten liegen laut Stadtverwaltung bei rund 180.000 Euro. Gebaut werden soll im September und Oktober bei laufendem Betrieb.


"Wir bemühen uns schon seit 2015 um einen Fahrstuhl", erklärte Kita-Leiterin Anke Fischer. "Die Stadt hatte schon früh Fördermittel beantragt." Aber erst im Vorjahr gab es eine Zusage. "Scheiterte die Maßnahme zunächst an der fehlenden Kofinanzierung durch das Landratsamt, so kam im Vorjahr endlich die erlösende Nachricht, dass der Fahrstuhl auf der Maßnahmeliste des Landkreises steht", sagte Greysinger. Dies sei aber für einen Baubeginn im Jahr 2018 zu spät gewesen.

Der Fahrstuhl soll nun im Bereich des Haupteingangs entstehen. Der vorhandene Vorbau muss dafür jedoch abgerissen und durch einen Fahrstuhlschacht ersetzt werden. Der Zugang zum Lift erfolgt laut Anke Fischer aber erst im Haus. Zum Eingang führt schon jetzt außer der Treppe auch eine lange Rampe. Zu- und Ausstiege im Objekt werde es auf allen drei Ebenen geben.

"Dann sind glücklicherweise auch die Zeiten vorbei, an welchen die Kindergärtnerinnen die Kinder teilweise durch das Treppenhaus tragen mussten", erläuterte Greysinger. Anke Fischer kann dies bestätigen. "In der Vergangenheit war dies durchaus ab und an der Fall. Aktuell haben wir zwei schwerst mehrfach behinderte Kinder, die beide eingeschränkt laufen können, beziehungsweise dies gerade lernen."

Wichtig sei der Fahrstuhl aber nicht nur für die Kinder, vor allem ihr Team werde so spürbar entlastet. Die Gänge im Haus seien für einen Rollstuhl breit genug. Zum habe sich nun auch eine Familie angemeldet, bei der der Vater im Rollstuhl sitzt. Er könne sein Kind bald mit Fahrstuhl direkt bis in die Gruppenräume bringen. In einer Woche wird sich die Kita mit einem Tag der offenen Tür vorstellen. Das Motto "Es war einmal ..." sieht Anke Fischer gut gewählt, weil der Fahrstuhl bald kein Märchen mehr ist.

Tag der offenen Tür in der DRK-Kindertagesstätte "Storchennest" in Hainichen, Ottendorfer Hang 7 bis 9 am 18. Mai von 9 bis 12 Uhr. www.dl-hc.drk.de

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