Hochschule und Stadt teilen W-Lan

Noch ist nicht sicher, wann das kabellose Netz in Mittweida an den Start geht. Klar ist aber, dass es dafür zu einer Zusammenarbeit kommen wird, die einige Vorteile bietet.

Mittweida.

Kostenloses W-Lan in Mittweida - zumindest an der Hochschule ist das für Studierende und Mitarbeiter bereits Realität. Wer allerdings nicht zu dieser oder einer anderen Forschungseinrichtung gehört, der hat bislang nichts von dem Netzwerk. Mit dem geplanten öffentlichen W-Lan der Stadt soll sich das aber ändern.

Dafür sorgt eine Kooperation zwischen Stadt und Hochschule, dank der sich die beiden Seiten künftig ihre W-Lan-Zugangspunkte gegenseitig zur Verfügung stellen werden. Das bestätigte Hochschulsprecher Helmut Hammer auf Anfrage der "Freien Presse". Dafür sollen die W-Lan-Verteiler der Bildungseinrichtung an das Netz der Stadt angeschlossen werden. Damit wird das kosten- und kabellose Internet der Stadt auch an den Standorten der Hochschule für alle zur Verfügung stehen.

Die Zusammenarbeit geht aber auch in die andere Richtung. "Studenten, Hochschulmitarbeiter, aber auch Wissenschaftler anderer Einrichtungen können die städtische Infrastruktur nutzen, wenn sie außerhalb des Campus unterwegs sind. Sie bleiben aber mit dem Hochschulnetz verbunden", sagt Hammer. So bleiben die Vorteile des Hochschulnetzes, wie etwa der Zugriff auf bestimmte Online-Bibliotheken, für die Studierenden auch in der Stadt erhalten.

Die Hochschule Mittweida ist Mitglied des Deutschen Forschungsnetzes (DFN). Über diesen Verein werden in Deutschland Forschungseinrichtungen untereinander, aber eben auch mit dem Internet verbunden. Laut den Regeln des DFN darf dieses Netz aber nicht öffentlich zugänglich sein, woran sich in der Zukunft nichts ändern wird. Nur die Technik der Hochschule wir dann genutzt, um zusätzlich das öffentliche städtische Netz auszusenden.

"Auf dem Campus gibt es knapp 400 W-Lan-Zugangspunkte", sagt Helmut Hammer. Damit fällt die Zahl deutlich höher aus als die von der Stadt geplanten Punkte. Dort sprach Stadtsprecherin Francis Pohl zuletzt von etwa zehn. Hammer betont aber, dass die Anzahl dieser Punkte nicht entscheidend sei. Im Gegensatz zur Stadt muss die Hochschule vor allem in Innenräumen das W-Lan verteilen. Weil die Signale von den Wänden dort stark geschwächt werden, müssen viel mehr Zugangspunkte installiert werden als etwa auf dem Marktplatz in Mittweida. Die Zusammenarbeit soll laut Hammer im kommenden Jahr starten. Wann genau steht aber noch nicht fest. Auch die Stadt kann dazu noch keinen genauen Zeitpunkt nennen.

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