Märkte: Kennst Du einen, kennst Du alle?

In Mittweida und Frankenberg kehrt am Wochenende Advents-Stimmung ein. "Freie Presse" hat nach Besonderheiten der beiden Weihnachtsmärkte gesucht.

Mittweida/Frankenberg.

Glühweinduft liegt in der Nase, die Bratwurst brutzelt auf dem Grill und an den Ständen warten Pyramiden und Schwibbögen auf ihre Käufer. Das typische Bild vom Weihnachtsmarkt erwartet die Besucher am Wochenende auch in Mittweida und Frankenberg. Die Organisatoren setzen auf Tradition. Wer Unterschiede sucht, findet sie im Detail.

Die Stände: In Mittweida wird es in diesem Jahr 30 Händler geben. "Wir haben in den vergangenen Jahren einen Wandel hin zum Traditionellen vollzogen", sagt Frank Schleußing vom Sport- und Kulturbetrieb der Stadt Mittweida. Marktmeister Lutz Eichhorn verweist auf klassische Buden mit schokolierten Früchten, erzgebirgischer Holzkunst, erwähnt aber auch einen Stand mit finnischen Produkten. In Frankenberg gibt es ein paar Aussteller mehr: 33 sind es an der Zahl, auch hier überwiegend klassisch mit Glühwein, Geschenkartikeln oder Holzspielzeug. "Das ist wie jedes Jahr. Unser Markt ist eben klein und gemütlich", sagt Lutz Raschke von der Veranstaltungs- und Kultur gGmbH Frankenberg.

Der Glühwein: In Mittweida wird der normale Glühwein 2,50 Euro kosten. Gereicht wird er in richtigen Tassen, betont Schleußing. Dafür stehe im Rathaus ein industrieller Geschirrspüler bereit. In Frankenberg rechnet Raschke auch mit einem Preis von 2,50 Euro für den Glühwein. Abseits des Behältnisses, in dem der warme Trunk gereicht wird, gibt es also auch in diesem Punkt keinen Unterschied.

Die Besucherzahlen: In Mittweida kann weder Frank Schleußing noch Lutz Eichhorn genaue Zahlen nennen. "In den vergangenen Jahren war es immer voll. Das macht uns natürlich glücklich", sagt Marktmeister Eichhorn. Ob das auch in diesem Jahr so kommen wird, da ist er sich wegen der bisherigen Wetterprognose nicht sicher.

In Frankenberg sieht es ähnlich aus. Exakt gezählt haben die Veranstalter bisher nicht. Doch es sei bei schönem Wetter stets voll gewesen. "Es könnten im vergangenen Jahr so 3000 bis 5000 gewesen sein", schätzt Raschke. Auch hier gibt es also keinen klaren Unterschiede.

Das Programm: In Mittweida wird der Weihnachtsmarkt von OB Ralf Schreiber am Donnerstag, 17 Uhr eröffnet. Diesmal wird es dabei zusätzlich ein kleines Theaterstück des Mittelsächsischen Kultursommers geben. "Es wird dabei um den Weihnachtsmann und den Nikolaus gehen", so Schleußing. Zumindest der Weihnachtsmann wird danach auch noch öfter zu sehen sein. Auf der Wichtelbühne nimmt er sich jeden Tag Zeit für die Kinder. Neben traditionellen Auftritten wie der von Bergkapelle und Kinderchor soll es laut Schleußing auch ein modernes Programm geben, etwa mit Tanzshows. In Frankenberg beginnt der Markt mit dem Anschneiden des Riesenstollens. Höhepunkte sind unter anderem der Auftritt von Gudrun Lange am Freitag und die Musik der Boogieknechte am Samstagabend. Am Sonntag gibt es außerdem ein Marionettentheater. Zumindest in der Dauer kann Mittweida im Vergleich zu Frankenberg also punkten. Einen Tag länger geht dort das Programm. Beide Märkte bieten aber einen ähnlichen Mix aus Traditionellem und Modernem - einen Unterschied auszumachen ist auch in dem Punkt schwer.

Das Besondere: In Mittweida wird es auch in diesem Jahr wieder den Adventskalender mit 24 Fenstern am Rathaus geben. Außerdem gibt es Unterhaltung bis zum Schluss: Das Programm endet erst 15 Minuten vor Schließung des Marktes (19 bzw. 20 Uhr).

In Frankenberg gibt es einen Ausblick auf die Landesgartenschau (Laga) im kommenden Jahr. Die im Casting für die Laga-Moderatoren ausgewählten fünf Kandidaten werden das Programm moderieren. Eine lebendige Krippe wird es geben, genauso wie einen Shuttlebus vom Gewerbeverband, der zum Markt fährt.

Der Shuttlebus in Frankenberg ist zu erreichen per Telefon unter 0152 26160313.

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