Neue Tafeln erinnern an Gefallene

Cunnersdorf verlor fast 10 Prozent der Einwohner

Cunnersdorf.

Zwei Gedenktafeln mit allen Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen und gestorbenen Bürger von Cunnersdorf sind anlässlich des Tages des offen Denkmals enthüllt worden. "Obwohl Cunnersdorf nicht einmal 300 Einwohner zählt, gab es von 1939 bis 1945 alleine dort 28 Personen, welche direkt oder indirekt durch Kriegshandlungen ums Leben kamen", erklärt Thomas Eichhorn, langjähriger Leiter der freiwilligen Feuerwehr. "Die Opfer waren damals allesamt zwischen 18 und 38 Jahre alt." Die Tafeln sollen vor dem Kriegerehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in der Mitte des Dorfes dauerhaft aufgestellt werden. Die Initiative für die Herstellung dieser Tafeln stammt vom Ortschaftsrat und der freiwilligen Feuerwehr des Ortes.

Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) erinnerte daran, dass als Ergebnis des Kriegstraumas die Europäische Union gegründet wurde, weil man festgestellt hatte, dass es in Europa nur eine gute Zukunft gibt, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht. "Mit diesem Gedenkstein soll immer daran erinnert werden, was passiert, wenn Rassismus, Unmenschlichkeit und nationaler Wahn die Oberhand vor Menschlichkeit und einem Miteinander im Haus Europa gewinnen", sagt das Stadtoberhaupt. (fa)

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