Schillereiche nicht zu retten

"Steinalt, nichts desto minder / Stets wieder jung und grün", schrieb Friedrich Schiller einst in seinem Gedicht "Der Baum". Die Eiche, die die Stadt Mittweida ihm zu Ehren in der Schwanenteichanlage gepflanzt hat, ist allerdings weder steinalt geworden, noch wird sie im Frühjahr wieder grün aufblühen. Denn die Stadt hat den 1905 zum 100. Todestag des Dichterfürsten gepflanzten Baum fällen lassen. Für eine Eiche seien 115 Jahre kein Alter, bedauert Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU), der über die Fällung in der zurückliegenden Stadtratssitzung informierte. Jedoch seien nach einem Pilzbefall nur noch gut 20 bis 30 Prozent des Holzes in Ordnung gewesen. Bei dem Baum, der ganz in der Nähe des Spielplatzes stand, habe akute Bruchgefahr bestanden. Der Stadtchef kündigte eine Ersatzpflanzung an anderer Stelle an, auch der Gedenkstein solle versetzt werden. Derselbe Standort komme nicht infrage, da der Pilz auch die Wurzeln befallen habe. (lkb)

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