Vom Malen als rotem Faden

Der Frankenberger Maler Uwe Bayer ist einer der Künstler, deren Ansichten den Kalender "Augustusburg 2018" zieren. Auch in der Neuauflage 2019 ist er mit einem Motiv vertreten.

Frankenberg.

Winterhasser werden es nicht glauben wollen. Aber auch die kalte Jahreszeit hat ihre schönen Seiten. Und so stört es Uwe Bayer auch gar nicht, dass für seine neuerliche Teilnahme am Augustusburg-Kalender zufällig wieder eines seiner Winterbilder ausgesucht wurde. "Ich hatte auch Sommer", sagt der Frankenberger. "Aber das passte wohl nicht ins Format." Viel wichtiger ist dem Maler, dass er sich bei dem Projekt überhaupt einbringen kann. "Es ist ein schönes Gefühl, wenn sich die Leute meine Bilder angucken. Die Augustusburg ist ein Stück Heimat. Das kann man durchaus pflegen."

1963 geboren gehört Bayer zu den Frankenberger Malern, die es bis heute schätzen, in Gemeinschaft kreativ zu sein und zusammen etwas zu unternehmen. "Olaf Sporbert etwa kenne ich noch aus der Schule. Das verbindet." Es liegt also nicht unbedingt an einer besonderen Frankenberger Luft, dass neben Uwe Bayer auch Dietmar Weickert und Olaf Sporbert mit ihren Arbeiten in dem Kalender zu finden sind. "Wir treffen uns nur ab und zu und veranstalten gemeinsam etwas." Dabei hat Bayer das Schloss Augustusburg ohnehin oft als Motiv im Visier. "Für den Kalender bin ich gezielt hingefahren." Auf Motivsuche begibt sich der Maler gern auf dem Fahrrad. "Ich bin einfach gern an der frischen Luft", sagt der gebürtige Mittweidaer.

Seine Arbeiten, die vom schnell trocknenden Acryl über das klassische Öl bis zur Königsdisziplin Aquarell reichen, entstehen nicht in einem klassischen Atelier, sondern in einem ehemaligen Kinderzimmer unterm Dach des Eigenheims. Beim Malen hört Uwe Bayer sehr gern Musik, oft Neil Young, Santana oder auch Mark Knopfler. Es darf aber auch Ostrock sein.

Schon im Kindergarten legte eine Betreuerin das Feuer für Bayers bis heute lodernde Leidenschaft. In der Schule malte er in einer Arbeitsgemeinschaft für Kunst und Design weiter. Lehrgänge und Fortbildung schlossen sich an. "Das Malen zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben", sagt Uwe Bayer. Eigentlich sollte ihn sein Hobby sogar zum Studium führen. 1988 hatte er sogar die Aufnahmeprüfung bestanden. Es war wohl jugendlicher Leichtsinn, der ihn dann aber doch abbiegen und Werkzeugmacher werden ließ. "Ich dachte, ich schaffe es irgendwie auch so", sagt der heutige Reha-Techniker nicht ganz frei von Reue. Zumindest im Abendstudium bildete er sich dann an der Hochschule für Bildende Künste Dresden weiter.

Serie Alle bisher erschienenen Beiträge über den Augustusburger Kunstkalender und die Künstler, finden Sie im Internet.

freiepresse.de/kalender2018

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