Weggefährten reagieren bestürzt auf Helfens Tod

Die Nachricht vom Ableben des Kommunalpolitikers und bekannten Fahrlehrers Werner Helfen aus Freiberg hat zu großer Resonanz geführt.

Freiberg.

Mit Trauer und Betroffenheit haben zahlreiche Freiberger und Sachsen auf den Tod von Werner Helfen reagiert: Kati Walther, die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Sachsen, hatte am Mittwochabend davon erfahren. "Die Landesverkehrswacht Sachsen ist schockiert und betroffen von dieser Nachricht", schrieb sie an die "Freie Presse". Ihre letzte Begegnung liegt noch nicht lange zurück: "Noch am Wochenende habe ich Werner Helfen zum Tag der Sachsen in Riesa getroffen." Und sie fügt hinzu: "Wir bedauern diesen schweren Verlust für die Verkehrswacht, für die Region und auch für seine Familie und Freunde." Walther würdigte die Verdienste des Freibergers, der nur 62 Jahre alt geworden ist, für den Verein: "Herr Helfen war sehr engagiert im Bereich der Verkehrssicherheit. In seiner Funktion als Verkehrswächter, Fahrlehrer und Politiker hat er sich stets für dieses Thema auch über die Landesgrenzen hinaus starkgemacht."

Kati Walther betont: "Er hinterlässt eine große Lücke, die schwer zu schließen sein wird." Werner Helfen war zeitweise Deutschlands bekanntester Fahrlehrer. Als engagierter Kommunalpolitiker, Stadt- und Kreisrat sowie Chef der örtlichen Gebietsverkehrswacht ist der Freiberger in der Kreisstadt bekannt und beliebt gewesen. In der Nacht zu Mittwoch war er unerwartet verstorben.

"Werner Helfen wird überall Lücken reißen", betonte Marco Weißbach, der Chef des FDP-Kreisverbandes, im Gespräch mit "Freie Presse". Als er die Nachricht vom Tod des Weggefährten erhielt, habe er es zunächst nicht glauben wollen: "Wir hatten uns doch noch wenige Tage vorher bei einer Parteiveranstaltung gesehen." Weißbach würdigte die Verdienste des Freibergers, der zuletzt noch für die Liberalen im Landtagswahlkampf als Direktkandidat Stimmen eingefahren hatte. Weißbach sprach Helfens Familie sein tiefes Beileid aus.

Auch zahlreiche Facebook-Nutzer nahmen den Bericht vom Ableben des Kreisstädters mit Trauer auf. Werner Helfen war nicht nur leidenschaftlicher Fahrlehrer. Er hinterließ auch als Stadtrat und Kreisrat Spuren in Freiberg und der Region.

1957 im rheinland-pfälzischen Ensch an der Mosel geboren, lebte er mit seiner neuen Partnerin in der Bergstadt. Neben der Tätigkeit in seiner Fahrschule an der Anton-Günther-Straße engagierte sich Helfen in der Gebietsverkehrswacht. Unermüdlich machte er auf Unfallschwerpunkte aufmerksam. Bundesweite Bekanntheit erlangte er, als er im Februar 2015 in einem Fernsehbeitrag auf eine Gefahrenstelle zeigte, während hinter ihm ein Unfall passierte. Für die Sendung "Werner kann helfen" von Freiberg TV hatte er über Gefahren der Einmündung der Heinrich-Heine- in die Beethovenstraße sinniert. Das Video wurde bundesweit ein Internet-Hit. Wenige Monate später bewarb sich Helfen als einer von fünf Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters, aus dem Sven Krüger als Stadtoberhaupt hervorging. (hh/grit)

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