Wohngruppen sind nicht gewollt

Die Frankenberger Wohnungsgenossenschaft hat ihre Pläne geändert. Jetzt sind Zwei-Raum-Wohnungen in der Gutenbergstraße 53 vorgesehen.

Frankenberg.

Der Umbau des Wohnblocks Gutenbergstraße 53 in Frankenberg verschiebt sich. Ursprünglich wollte die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft Frankenberg (AWG) im Juni dieses Jahres mit dem Bau beginnen. "Wir haben den Bauantrag zurückgezogen", erklärt Jens Engmann, geschäftsführender technischer Vorstand der AWG. Grund: Die Nachfrage nach den ursprünglich geplanten Wohngruppen war nicht sehr hoch.

Für knapp 1,3 Millionen Euro will die AWG das Haus Gutenbergerstraße 53 zu Wohnraum unter dem Motto "Genossenschaftliches Wohnen und Inklusion in selbstbestimmtem und gemeinschaftlichem Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung" umbauen. Ursprünglich sollten drei Wohngruppen mit insgesamt acht Wohnungen auf drei Etagen entstehen. Pro Wohngruppe sollte eine große Gemeinschaftsküche eingerichtet werden. Die Nachfrage bestehe aber vor allem nach kleinen, abgeschlossenen Wohnungen, erklärt Engmann. Nun plane die AWG 18 Zwei-Raum-Wohnungen in der Größe zwischen 41 und 63 Quadratmetern. Gemeinschaftsküchen sind laut Engmann nicht mehr vorgesehen. Der im Erdgeschoss geplante Besucherraum soll aber eingerichtet werden.

Nach wie vor soll der Wohnraum aber Menschen vorbehalten bleiben, die "einen gesundheitlichen Bedarf haben", wie Engmann es ausdrückt. Dazu gehörten Senioren und Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. Voraussetzung sei eine anerkannte Pflegestufe. Es gebe eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Als Pflegedienstleister ist das DRK mit im Boot. Neu ist, dass die AWG nun auch einen Concierge, also einen Pförtner, einsetzen will. Während das DRK tagsüber für die Bewohner da ist, soll der Pförtner abends und nachts für Notfälle oder Ratsuchende zur Verfügung stehen. "Die Bewohner sind 24 Stunden unter Betreuung", so Engmann.

An der geplanten Umfeldgestaltung soll sich nichts ändern. Gemeinsam mit der Frankenberger Wohnungsgesellschaft soll das Grundstück vor dem Gebäude zu einem kleinen Park umgestaltet werden. Den neuen Bauantrag will die AWG diesen Monat einreichen. "Im November oder Dezember könnte der Bau dann losgehen", sagt Engmann. Die Fertigstellung sei allerdings erst im Frühjahr 2020 geplant.

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