Feuerwehrleute kommen nicht in den Schlaf

In der Nacht zu Dienstag brannten in Penig und Geringswalde leerstehende Gebäude. Die Peniger sind über die Häufung der Feuer seit mehreren Monaten besorgt.

Penig/Geringswalde.

Der Alarm riss die Peniger Feuerwehrleute am frühen Dienstagmorgen aus dem Schlaf. Einsatzort: Der ehemalige Gasthof "Pfütze" an der Dittmannsdorfer Straße. In dem Gebäude, das vor rund 20 Jahren abgebrannt ist, loderten in einem Schuppen Flammen. Die Feuerwehr brauchte reichlich zwei Stunden, um zu löschen. Das teilte Gemeindewehrleiter Thomas Cramer mit. Die Fälle, in denen die Einsatzkräfte in der Stadt und den Ortsteilen löschen müssen, häufen sich seit mehreren Monaten.

"Es kommt bereits seit vergangenem Jahr immer wieder zu Feuern, die nicht auf natürliche Weise entstanden sind", so Cramer. Das verdeutlichen auch die Einsatzinformationen, die die Freiwillige Feuerwehr Penig auf ihrer Facebook-Seite dokumentiert. Zwei Beispiele aus diesem Sommer: Am 22. Juni brannte auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofes in Wernsdorf Müll, und am 22. Mai loderten Flammen aus einem Müllhaufen, der an einem Waldstück nahe der B 175 in Höhe der Sandgruben lag. Beide Brände ereigneten sich nach Angaben der Feuerwehr in den Nachtstunden. Laut Cramer ermittelt die Polizei.


Am frühen Dienstagmorgen waren die Peniger mit 17 Feuerwehrleute beim alten Gasthof "Pfütze" im Einsatz. Drei Fahrzeuge waren ausgerückt, heißt es. Auch die Lunzenauer Wehr war mit alarmiert worden, konnte laut dem Gemeindewehrleiter den Einsatz während der Anfahrt aber abbrechen.

Die Polizei hält sich auf Nachfrage bedeckt. Wie eine Sprecherin mitteilte, hat es in der Region Penig/Lunzenau 2018 fünfmal gebrannt und dieses Jahr bislang sechsmal. Dabei werden aber auch Feldbrände mit erfasst. "Die Polizei prüft innerhalb der Ermittlungen Zusammenhänge und inwiefern den Bränden ein fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln zugrunde liegt", heißt es. Von einer Brandserie könne man derzeit nicht sprechen.

Nur wenige Stunden, bevor die Peniger alarmiert wurden, mussten die Geringswalder Feuerwehrleute ihr Bett verlassen. Sie wurden kurz vor Mitternacht zu einem Brand in einem leerstehenden Gebäude an der Leipziger Straße gerufen. "Als wir eintrafen, hatten Anwohner die Flammen weitgehend unter Kontrolle. Wir haben nachgelöscht", so Ortswehrleiter Uwe Lübke. Neben der Polizei rückten 17 Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen aus. Etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht wurde der Einsatz beendet. (mit grün)

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