"Ich bin sehr selten schlecht gelaunt"

Sänger und Entertainer Ross Antony über seinen Auftritt in Penig, Menschen mit weißen Socken und Sandalen sowie neue Show-Projekte

Penig.

Die Stadt Penig feiert am 8. September ihr Stadt- und Brauereifest. Ab 21 Uhr wird Ross Antony auf der Bühne stehen. Was er an diesem Abend vor hat, welche Projekte der gebürtige Engländer in diesem Jahr noch verwirklichen möchte und ob er ein Comeback der Band Bro'Sis sieht, mit der er von 2001 bis 2006 sehr erfolgreich unterwegs war, darüber hat Redakteur Uwe Lemke vorab mit dem 44-jährigen Sänger und Fernsehmoderator gesprochen.

Freie Presse: Sie können Menschen begeistern, sind nah dran am Publikum. Worauf können sich die Peniger freuen, wenn Sie zum Stadtfest auf der Bühne stehen?

Ross Antony : Ich denke, wer die Shows "Meine Schlagerwelt" kennt, der muss keine Angst haben, dass er nicht unterhalten wird. Ich werde viele Cover- und Original-Songs mitbringen. Ich werde mit den Leuten quatschen, mit ihnen Fotos machen, bis sie alle sehr zufrieden sind. Sie werden eine richtige Party mit mir feiern können.

Sie kommen im Fernsehen immer als Strahlemann, als freundlicher Typ und sehr humorvoll rüber. Sind Sie auch im Alltag so?

Ich habe das von meinen Eltern geerbt. Gott sei Dank. Das Leben ist sowieso zu kurz, und man muss deshalb jeden Tag genießen. Natürlich habe ich - wie jeder andere Mensch auch - Tage, an denen ich mich ein bisschen zurückziehe. Das brauchen die Leute auch nicht zu sehen. Aber ich bin wirklich sehr selten schlecht gelaunt.

Was bringt Sie aus der Ruhe und worüber ärgern Sie sich?

Ich ärgere mich über undankbare Menschen, beispielsweise über Leute, die sich beim Autofahren nicht bedanken, über Menschen, die weiße Socken mit Sandalen tragen und auch über Menschen, die anderen was Böses antun und über Menschen, die Tiere schlecht behandeln. Dort ist meine Grenze erreicht.

Sie sind ein viel beschäftigter Künstler. Wie sieht Ihre gewöhnliche Arbeitswoche aus?

Ich stehe meistens früh auf, gehe erst mal mit den Hunden spazieren. Die Woche über bin ich meist fünf Tage unterwegs auf Festivals, zu Gesprächen, Autogrammstunden oder TV-Sendungen. Ich gehe also nicht um 9 zur Arbeit und bin 17 Uhr wieder zu Hause. Mein Arbeitstag ist oftmals viel länger.

Ihre Party-Show im MDR-Fernsehen hatte auch kürzlich wieder 15 Prozent Einschaltquote. Sehen Sie sich vordergründig als Sänger oder eher als Entertainer?

Ja, die Show war wirklich mega. Das freut mich sehr. Ich sehe mich doch mehr als Entertainer. In erster Linie bin ich natürlich Sänger. Aber ich hätte nie gedacht, dass mich die Leute als Entertainer so ernst nehmen. Ich mag es, wenn ich die Leute unterhalten kann. Da ist es egal, ob ich singe, tanze oder Faxen mache. Wenn die Leute ein Lächeln im Gesicht haben, das ist das Schönste überhaupt.

Welche weiteren Projekte stehen in diesem Jahr bei Ihnen noch an?

In Vorbereitung ist meine Neujahrsshow. Ganz sehr freue ich mich auch auf die MDR-Sendung "Schlager meiner Heimat" mit Katrin und Peter. Im Oktober zeichnen wir vier Tage lang die Silvestershow auf. Nächstes Jahr, Ende Januar, kommt dann die neue Staffel von "Meine Schlagerwelt". Sonst habe ich, wie viele andere Schlagerkünstler auch, noch viele Festivals in diesem Jahr, an denen ich teilnehme. Ich bin bei verschiedenen Weihnachtsshows und bei den Florian-Silbereisen-Shows mit dabei. Und ich freue mich sehr darüber, dass ich dieses Jahr für die "Goldene Henne" nominiert bin.

Sie sind mit Bro'Sis bekannt geworden, hatten großen Erfolg mit der Band, die 2001 aus der Castingshow "Popstars" hervorgegangen war. Können Sie sich ein Comeback der Band vorstellen?

Nein. Wir sind alle älter und reifer geworden. Wir sind keine Teenie-Band mehr. Nie im Leben wird Bro'Sis zurückkommen. Es ist nicht so, dass wir nicht Lust hätten. Aber Bro'Sis - das war damals. Wir haben uns alle weiterentwickelt. Wir haben fünf Jahre lang Erfolg gehabt. Wir waren total glücklich. Und wir hätten nie gedacht, dass wir so lange zusammen sind. Wir haben mit Erfolg aufgehört und wir werden niemals an das anknüpfen können, was wir damals gehabt haben. Deshalb war es der richtige Zeitpunkt aufzuhören.


Aus dem Festprogramm

Das Stadt- und Brauereifest beginnt am 8. September, 12 Uhr mit dem Envia-Städtewettbewerb, bei dem Geld für einen guten Zweck erradelt werden kann. Von 14 bis 15 Uhr spielt das Blasorchester Lunzenau, ab 14 Uhr präsentiert sich der Brauverein und schenkt sein Bier aus. 14.30 Uhr startet das Entenrennen auf dem Mühlgraben. Von 14.30 bis 16.30 Uhr gibt es Rundfahrten für Kinder mit dem Feuerwehrauto, von 15 bis 18 Uhr Zauberhaftes im Reich der Märchen und Geschichten sowie von 15.45 bis 16.15Uhr ein Kinderprogramm. Von 15 bis 15.45 Uhr fahren Oldtimer durchs Festgelände.

Die Hartmannsdorfer Schalmeien spielen von 16.15 bis 17.15 Uhr. Von 17.15 bis 17.45 Uhr sowie von 19 bis 19.30 Uhr tritt die Rockband Die Unkomplizierten auf. Am Markt 1 ist 19Uhr Start zum Lampionumzug. Sandra und Susan präsentieren von 19.30 bis 20.30 Uhr Popschlager und Hits. Ross Antony steht von 21 bis 21.45 Uhr auf der Bühne. Ab 21.45 Uhr spielt die Flashdance-Partyband. 23Uhr ist Feuerwerk. (ule)

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