Umgehung: Befürworter starten eine Umfrage

Verfechter einer Innenstadtberuhigung wollen die Meinungen der Geringswalder in die Sitzung der Stadträte einfließen lassen. Die ist für Januar geplant.

Geringswalde.

Ob Geringswalde eine Umgehungsstraße braucht oder nicht, will die Interessengruppe Umgehungsstraße in einer Umfrage ausloten, die dieser Tage in der Stadt starten soll. Die Initiatoren um Marita und Gottfried Schäfer, die zudem unlängst zu einem Vor-Ort-Termin an die Bundesstraße 175 eingeladen und nach eigenen Angaben etwa 50 Interessierte begrüßt hatten, reagieren damit auf ein Übereinkommen, das Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) und Geringswaldes zweiter Vizebürgermeister Thomas Damm (FDP) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates vorgeschlagen hatten. Beide Kommunalpolitiker regten an, zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Sitzung im Januar zu dem Thema zu beraten.

Der Initiative ist das zu wenig. "Da die unmittelbar Betroffenen und Anwohner damit von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen sind, gehen wir mit einer gezielten Umfrage auf Bürger zu", so Marita und Gottfried Schäfer. Ergebnisse aus der Umfrage wolle man, "um die Forderungen der Bürger zu untermauern", dann den Stadträten vor besagter Sitzung im Januar geben.

Die ausgefüllten Fragebögen können laut Initiatoren im Briefkasten der Linkspartei an der Ecke Leipziger Straße/Straße Am Großteich eingeworfen werden. Zudem betreibt Linke-Kreisrat David Rausch am 11. Dezember ab 16.30 Uhr einen Infostand zum Thema am Geringswalder Markt und nimmt Formulare entgegen.

Die Reaktionen auf die Idee, die Geringswalder Innenstadt durch eine Umgehungsstraße vor allem vom Lkw-Verkehr zu entlasten, fallen unterschiedlich aus. Von Warnungen mit Sicht auf eine noch intakte Umwelt rund um die Stadt, in die man dann eingreife und die der Stadtchef zu bedenken gegeben hatte, reicht das Spektrum bis hin zu Sicherheitsaspekten. Linkspolitiker Werner Stephan verwies zum wiederholten Mal auf die Sicherheit von etwa 1600 in Geringswalde lebenden Rentnern bei einer Einwohnerzahl, die aktuell bei 4198 liegt. "Ich möchte um eine konkrete Aussage der Stadtverwaltung zu diesem Thema bitten." Linke-Fraktionschef Robert Sobolewski empfahl einen Blick über den Tellerrand und in die Nachbarstädte, um eventuell getroffene Lösungen auf Geringswalde übertragen zu können. Steffi Schwark (CDU) sprach sich dafür aus, mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Möglichkeiten auszuloten, den Verkehrsstrom durch die Innenstadt zumindest zu entschleunigen.

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