Ausgelernte Leag-Facharbeiter starten ins Berufsleben

Cottbus (dpa/bb) - 137 ausgebildete Jungfacharbeiter und Facharbeiterinnen des Energieunternehmens Leag beginnen ihr Berufsleben. Die Auszubildenden aus Brandenburg und Sachsen hatten in den vergangenen Wochen ihre Abschlussprüfungen erfolgreich absolviert, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Darunter seien Mechatroniker, Industriemechaniker und Spezialtiefbauer. Die reguläre Ausbildung dauert bis zu dreieinhalb Jahre. 101 der 127 unternehmenseigenen Ausgelernten werden übernommen.

«Auch wenn die Zahl der Übernahmen mit etwa 80 Prozent immer noch recht hoch ist, müssen wir die Personalplanung schrittweise dem Kohleausstiegspfad anpassen», erklärte Leag-Personalvorstand Jörg Waniek. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wolle sich das Unternehmen weiterentwickeln und neue Geschäftsfelder erschließen, um auch nach dem Kohleausstieg 2038 noch als erfolgreiches Energieunternehmen dazustehen, fügte er hinzu.

Auf das Unternehmen kommen nach eigenen Angaben mit dem geplanten Kohleausstiegsgesetz erhebliche finanzielle Belastungen zu, etwa infolge des beschleunigten Personalabbaus. Auch entstünden Mehrkosten für die Wiedernutzbarmachung der Bergbaufolgelandschaften, da die Tagebaue nicht mehr ihre geplante geologisch optimale Endstellung erreichten, hatte Leag-Finanzvorstand Markus Binder mitgeteilt. Zudem werde es bei der Personalplanung mit der Umsetzung des Kohleausstiegs deutliche Einschnitte geben. Stellenstreichungen sollen mit einer Reihe von Maßnahmen sozial abgefedert werden.

Betreiber von Braunkohlekraftwerken und Tagebauen sollen für das vorzeitige Abschalten von Kraftwerken Entschädigungen von insgesamt 4,35 Milliarden Euro bekommen, dafür gibt es einen festen Fahrplan.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.