Baby tot in Plauen entdeckt: Mutter unter Totschlagsverdacht

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen in einer Wohnung in Plauen ermittelt die Polizei wegen Totschlags. Unter Verdacht: die Mutter. Befragt werden konnte die Frau bisher nicht.

Plauen (dpa/sn) - In einer verwahrlosten Wohnung in Plauen ist ein totes Baby gefunden worden. Die mutmaßliche Mutter des neugeborenen Mädchens steht unter Totschlagsverdacht, wie die Staatsanwaltschaft Zwickau am Mittwoch mitteilte. Die 30-Jährige sei als Crystal-Konsumentin bekannt. Sie sei in einem schlechten Zustand ins Krankenhaus gebracht worden und derzeit nicht ansprechbar.

Am Dienstag war zunächst der Rettungsdienst in die Wohnung der Frau gerufen worden. Dabei stellten die Sanitäter fest, dass es offensichtlich eine Geburt gegeben hatte. Ein Kind fanden sie dazu jedoch nicht. Erst die herbeigerufene Polizei habe dann am Nachmittag das tote Kind entdeckt.

Die Babyleiche sei versteckt gewesen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jürgen Pfeiffer. Nähere Angaben wollte er wegen der laufenden Ermittlungen dazu nicht machen. Die Rettungskräfte seien von der Mutter der 30-Jährigen gerufen worden. «Sie wollte ihre Tochter besuchen und hat sie so vorgefunden.» Die 30-Jährige müsse intensivmedizinisch behandelt werden.

Das tote Kind werde jetzt rechtsmedizinisch untersucht. Dabei müsse insbesondere geklärt werden, ob das kleine Mädchen bei der Geburt gelebt hat. Außerdem sei noch unklar, wann das Baby geboren wurde. Es sei zeitnah passiert, könne aber auch schon einige Tag zurückliegen.

Gegen die 30-Jährige werde wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt. Die Frau sei zwar als Drogenkonsumentin bekannt, aber nicht vorbestraft, sagte Behördensprecher Pfeiffer.


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