Berufungsprozess wegen Hitlergrußes ausgesetzt

Chemnitz (dpa/sn) - Im Berufungsprozess wegen Zeigens des Hitlergrußes bei einer Demonstration in Chemnitz ist das Verfahren gegen einen 34-Jährigen ausgesetzt worden. Hintergrund sind Ermittlungen zu weiteren Delikten. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Freitag im Vorfeld der Verhandlung am Landgericht Chemnitz bekanntgab, wird gegen den Mann wegen versuchter schwerer Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Dem Chemnitzer wird vorgeworfen, bei der Kundgebung des rechtspopulistischen Bündnisses Pro Chemnitz am 27. August 2018 eine gefüllte Flasche und einen Bengalo in Richtung von Gegendemonstranten geworfen zu haben. Zudem soll er versucht haben, eine Polizeikette zu durchbrechen.

Anschließend hatte der 34-Jährige nach den Ermittlungen bei derselben Veranstaltung mehrfach den Hitlergruß gezeigt. Dafür war der mehrfach Vorbestrafte vom Amtsgericht Chemnitz zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt.

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