Chemnitz: Bartol meldet Angriff auf seine Gruppe

Marburg/Chemnitz (dpa/lhe) - Nach einem gemeldeten Angriff auf eine Gruppe des hessischen SPD-Bundestagsabgeordneten Sören Bartol bei einer Kundgebung in Chemnitz hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Es gehe nun darum, die einzelne Geschehnisse rasch zu erhellen, teilte die Polizei am Sonntag in Chemnitz mit. Der SPD-Politiker hatte am Samstagabend per Twitter den Angriff von Unbekannten gemeldet: «Ich bin entsetzt. Meine Gruppe aus Marburg wurde gerade auf dem Weg zum Bus von Nazis überfallen», schrieb er.

Alle SPD-Fahnen seien «zerstört» worden, einige der Teilnehmer seien «sogar körperlich angegriffen» worden, berichtete der Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Bartol war mit einer Gruppe der SPD Marburg mit dem Bus zu den Demonstrationen gefahren. Die Polizei sei schnell da gewesen und habe einen guten Job gemacht und die Gruppe zum Bus begleitet, teilte Bartol weiter über Twitter mit. Er selbst war nach eigenen Angaben nicht mehr dabei.

Laut Polizei waren bei den Versammlungen in Chemnitz am Samstag 18 Menschen verletzt worden. Mindestens 37 Straftaten wurden registriert, darunter Fälle von Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Die Polizei geht insgesamt von mehr als 11 000 Teilnehmern bei den unterschiedlichen Versammlungen am Samstag aus - 8000 Demonstranten bei den Kundgebungen von AfD, Pegida und Pro Chemnitz und rund 3000 bei den Gegenkundgebungen.

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