Christen im Erzgebirge und Vogtland stellen sich hinter Bischof Rentzing

Die evangelische Landeskirche wird am Montag beraten: Soll sie das Rücktrittsgesuch ihres Oberhaupts annehmen? Aus dem Süden Sachsens bekommt der konservative Theologe inzwischen viel Zuspruch.

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15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 11
    0
    Hankman
    19.10.2019

    @Blacksheep: Ich denke ja nach. Was ich nicht tue, ist Christen, Taliban und Rechtsextreme in einen Topf zu werfen, wie Sie unterstellen. Der Vergleich mit den Taliban bezog sich auf erzkonservative, orthodoxe Christen, die alles verdammen, was aus ihrer Sicht nicht "auf Linie" ist. Ja, so sehe ich das. Religiöse Fanatiker gibt es leider in allen Religionen. Sie stehen nicht für die Mehrheit der Gläubigen. Sie sind vermutlich sogar Gott viel ferner als die Mehrheit der Gläubigen. Rechtsextreme habe ich indes gar nicht erwähnt. Ich sprach nur von Rechtskonservativen. Deren Ansichten teile ich nicht, ich respektiere sie jedoch. Die Ansichten von Rechtsextremisten respektiere ich dagegen nicht - aber darum ging es auch gar nicht.

  • 8
    9
    franzudo2013
    19.10.2019

    Der linke Mainstream dreht durch, wenn nicht alles nach seiner Pfeife tanzt. Wer meldet sich denn mit Klarnamen, wenn dann Adressen auf indimediia veröffentlicht werden und Autos brennen und Gewalt droht. Der Bischof hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Er lässt sich aber auch nicht links vereinnahmen. Allein das reicht aus, um ihn für vogelfrei zu erklären.

  • 12
    9
    gelöschter Nutzer
    19.10.2019

    Ich finde es gut wenn die Menschen endlich auch mal zeigen welcher Meinung sie sind und sich nicht alles gefallen lassen. Dies sollte viel öfter geschehen.

  • 11
    8
    gelöschter Nutzer
    19.10.2019

    @Hankman, um mal Gerhard Polt so sinngemäss zu zitieren, "man kann doch nicht alles tolerieren man muss doch auch mal ne Meinung haben, einen Standpunkt". Deshalb versuchen Sie doch mal über das nachzudenken was geäußert wird, anstatt Christen, Taliban und Rechtsextreme in einen Topf zu schmeissen.

  • 12
    9
    Hankman
    19.10.2019

    Ich nehme die im Text zitierten Meinungen der Christen aus dem Erzgebirge etc. zur Kenntnis. Sie zeigen, dass es in der Landeskirche sehr unterschiedliche Aufassungen gibt. Und die Christen im Erzgebirge und im Vogtland ticken zum Teil eben anders als jene in Leipzig oder Dresden. Es gibt verschiedene Strömungen. Es gibt progressive und konservative Christen, Evangelikale, charismatische Gemeinden und vieles mehr.

    Allerdings: Die Zahlen der Petitionen kontra und pro Rentzing gegenüberzustellen, halte ich für gewagt. Die Petition für Rentzing wurde auf dem Portal Citizen Go gestartet. Im Unterschied etwa zu Change.org gibt es dort ein sehr eingeengtes Spektrum an Petitionen. Es finden sich fast nur solche, deren Zielrichtung und Tonlage ich als christlich-konservativ, evangelikal oder rechtskonservativ einstufen würde. Es geht vehement gegen Abtreibungen, gegen Homoehe, gegen kirchliche Reformbewegungen usw. Man polemisiert gegen TV-Serien oder Plakate, die konservative Christen als "blasphemisch" ansehen. Einiges erinnert mich, sorry, an die Taliban.

    Die Petitionen werden ausdrücklich weltweit betrieben - man weiß also nie, ob die Unterzeichner überhaupt wissen, wo Sachsen liegt oder ob sie nicht einfach durch die organisierte Community der angeblichen "Bürgerplattform" zum Unterzeichnen motiviert wurden. Ich würde die Petition ernster nehmen, wenn sie auf einem anderen, weniger strikt ideologisch festgelegten Portal gestartet würde. Kann man ja immer noch tun, oder? Auch wenn man natürlich auch auf anderen Portalen die Petitionen nicht als repräsentativ missverstehen darf.

  • 9
    12
    Lesemuffel
    19.10.2019

    Bin gespannt, wann die ersten Meldungen auftauchen, welche diese Christen in die rechtspopulistische Ecke verorten. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.

  • 21
    7
    Maresch
    19.10.2019

    @HCCL. Polemik? Sie haben leider eine enorme Bildungslücke! Und Christ dürften Sie auch nicht sein, sonst müssten Sie das eigentlich wissen.

    Der Staat zahlt die Gehälter von Bischöfen.

    Insgesamt bezahlt der Staat -also alle Steuerzahler- pro Jahr rund 450 Millionen Euro an die Kirchen für die Gehälter von deren "Würdenträgern".

    Gekürzt wurde in den letzen Jahren überall, im sozialen Bereich, bei der Polizei usw.

    Der Umstand, dass die Allgemeinheit aber die Spitzengehälter eines privaten Glaubensvereins bzw. eines kapitalistisch und privatwirtschaftlich agierenden Unternehmens wie der Kirche finanziert, blieb völlig unangetastet. Ein unhaltbarer und ungerechter Zustand!

  • 17
    9
    gelöschter Nutzer
    19.10.2019

    @HHCL: Maresch hat völlig Recht. Die Bischoffsgehälter werden aus den allgemeinen Steuereinnahmen der Länder beglichen, nicht aus der Kirchensteuer:

    https://www.n-tv.de/politik/Staat-zahlt-Kirchen-so-viel-wie-nie-zuvor-article20464328.html

  • 14
    6
    829410
    19.10.2019

    Vielleicht sollten sich die Kommentatoren erstmal davon überzeugen, ob es der Wahrheit entspricht, worüber sie sich aufregen.
    Ich habe selbst an der Petition teilgenommen und ich musste mich über eine Bestätigungsmail verifizieren.
    Was bitte soll dann die Aufregung?

  • 11
    18
    gelöschter Nutzer
    19.10.2019

    @Maresch: Wovon reden Sie? Alle Nicht-Christen zahlen keine Kirchensteuer. Er wird also nicht von irgend einer "Allgemeinheit" finanziert, sondern von Kirchenmitgliedern. Ich nehme an, Sie gehören ohnehin nicht in diesen Kreis. Es wäre daher schön, wenn Sie ihre polemischen Spielchen unterlassen würden.
    Sollten Sie doch dazu gehören, erklären Sie Ihren Austritt oder klären Sie das in entsprechendem Rahmen.

  • 22
    11
    Maresch
    19.10.2019

    Dann sollen diese Christen Ihren nicht demokratisch gewählten Bischof im Namen der Nächstenliebe bitte auch selbst finanzieren und nicht die Gesamtheit der Steuerzahler! Das wären mind. 92.600 € brutto pro Jahr. Vielen Dank.

  • 18
    14
    gelöschter Nutzer
    19.10.2019

    @Pixelghost: Eine Petition ist nicht dasselbe wie ein Online-Kommentar. Natürlich kann ich bei beidem meine Meinung ausdrücken, aber ein Kommentar ist nur eine Meinungsäußerung, der andere zustimmen oder eben nicht, und eine Petition will ein bestimmtes Ziel erreichen. Und da sollte schon erkennbar sein, wer dahintersteht. Bei Change.org haben Unterzeichner die Wahl, ihren Namen in einer Liste anzeigen zu lassen oder auch nicht. Bei der von mir kritisierten Petition ist das nicht möglich, zumal ich dort auch als "Schneewittchen" unterschreiben kann und als Email märchenwald@grimmswelt.com angeben kann.

  • 15
    19
    sunhiller
    19.10.2019

    @Distelblüte....
    nun sehen Sie einmal wie das läuft im Netz.
    Ähnlich ergeht es der AfD.

  • 12
    14
    Pixelghost
    19.10.2019

    @Distelblüte, hier kann man doch auch rote Daumen drücken ohne Gefahr zu laufen, dass der „gedisste“ Kommentator sieht, welcher Nickname dahinter steht oder dass dieser zumindest dazu aufgefordert wird, seine Meinung zu begründen.

  • 21
    16
    gelöschter Nutzer
    19.10.2019

    Es ist richtig, sich hinter den Mensch Carsten Rentzing zu stellen und ihm beizustehen.
    Dies mit einer anonymen Petition zu tun, von der bisher niemand weiß, wer sie initiiert hat, wem sie nützt und wer sie unterzeichnet, ist der falsche Weg.
    Der Journalist Arnd Henze machte gestern auf Twitter bekannt, dass sich die pro-Rentzing Petition auch mit Fantasienamen und Fatasie-E-Mail unterzeichnen lässt, ohne dass der Unterzeichner sich mit einer Bestätigungs-E-Mail verifizieren muss. Auch Mehrfach-Unterzeichnung sei möglich; das ist etwas, das auf seriösen Plattformen wie Change.org ausgeschlossen ist.
    Was zählen dann hohe Unterzeichnerzahlen, wenn sie nicht ehrlich erworben wurden?
    Gerade pietistische Gruppen wie die Landeskirchliche Gemeinschaft machen offensiv Werbung für diese Petition. Wie viele ihrer Mitglieder glauben unbesehen dem, was der Bruderrat, der Gemeindeleiter, der Jugendleiter vorlegt, ohne sich weiter zu informieren, und unterschreiben im guten Glauben?
    Richtig wäre es gewesen, eine eigene Petition unter Klarnamen zu erstellen, offen mit den Fakten umzugehen und zu erklären, wie eine verifizierte Unterschrift zustande kommt. So aber bedient man eine zwielichtige Plattform und nutzt den unbekannten Petenten. Da wurde nicht weit genug gedacht.