Dehoga kritisiert schleppende Auszahlung der Novemberhilfen

Dresden (dpa/sn) - Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat die schleppende Auszahlung der Novemberhilfen kritisiert. Gut ein Viertel der Betriebe (26,4 Prozent) in Sachsen habe demnach noch keine Novemberhilfe erhalten, teilte der Verband am Mittwoch mit. Bei vielen anderen Betrieben seien bisher lediglich Abschlagszahlungen angekommen. Die Dezemberhilfen stünden aus, eine Perspektive für eine mögliche Öffnung fehle.

«Die Unternehmer und Unternehmerinnen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen», so der sächsische Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein. Die Bundesminister hätten unbürokratische Hilfe zugesichert. «Das Gegenteil ist der Fall.» Klein sprach von «Verzweiflung und maximalem Frust» bei notleidenden Betrieben und forderte mehr Tempo bei der Abwicklung der Hilfen. Laut aktueller Umfrage haben die Gastronomiebetriebe im Freistaat von März bis Dezember 2020 Umsatzeinbußen von mehr als 40 Prozent verbucht, jeder fünfte Unternehmer (18,7 Prozent) erwägt, seinen Betrieb aufzugeben.

Auch die Handwerkskammer Dresden mahnte Bund und Land, die Wirtschaftshilfen rasch auf den Weg zu bringen. «Bevor wir über Lockdown-Verlängerung sprechen, müssen die versprochenen Wirtschaftshilfen greifen», sagte Kammerpräsident Jörg Dittrich. So könnten etwa Friseurbetriebe, die seit einem Monat geschlossen bleiben müssten, noch immer keine Anträge auf Unterstützung stellen.

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