Diakonie Sachsen setzt weiter auf Freiwilligendienst

Radebeul (dpa/sn) - Die Diakonie Sachsen hält nichts von der durch die CDU angestoßene Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht für junge Männer und Frauen in Deutschland. Sie setzt weiter auf das Prinzip der Freiwilligkeit. «Erzwungene Dienste sind keine Dienste, die wir wollen», sagte deren Leiter der Freiwilligendienste am Mittwoch laut Mitteilung in Radebeul. Er verwies auf gute Erfahrungen mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst. Die jungen Menschen seien meist hochmotiviert und engagiert.

Jährlich absolvieren rund 140 Jugendliche pro Jahr bei der Diakonie Sachsen das FSJ, das laut Beyer ein begleitetes Bildungsjahr ist. «Es könnten noch mehr sein - aber die finanziellen Mittel sind begrenzt.» Er plädiert daher für eine bessere Ausgestaltung der Freiwilligendienste, «bevor wir jetzt einen solch schwerwiegenden Eingriff in die persönliche Freiheit junger Menschen diskutieren». Denkbar seien etwa die Anrechnung der Wartezeit auf den Studienplatz, eine höhere Förderung der Taschengelder oder die Übernahme der Fahrtkosten.

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