Erster Patient in Sachsen mit Corona-Infektion gestorben

Seit Tagen steigen die Infektionen mit dem Coronavirus auch in Sachsen sprunghaft an. Jetzt ist ein erster Covid-19-Patient gestorben.

Bautzen (dpa/sn) - In Sachsen gibt es einen ersten Todesfall wegen der Corona-Pandemie. Am Freitag sei ein Patient im Landkreis Bautzen gestorben, teilte Landrat Michael Harig (CDU) mit. «Ich bedauere das zutiefst und möchte den Angehörigen an dieser Stelle mein tiefstes Beileid aussprechen.»

Nähere Angaben zu dem gestorbenen Patienten machte der Landkreis nicht. Laut Sozialministerium soll er ein höheres Alter gehabt haben und durch Vorerkrankungen belastet gewesen sein.

Die Zahl der Infektionen mit dem Erreger Sars-Cov-2 steigt seit Tagen auch in Sachsen sprunghaft an. Bis Freitag waren nach Angaben des Ministeriums 562 Menschen positiv getestet worden, 137 mehr als am Vortag.

Der Freistaat hat die Auflagen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie noch einmal drastisch verschärft. Menschenansammlungen werden nun unter Strafe gestellt und sollen mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden können, wie Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) am Freitag sagte. Laut Allgemeinverfügungen sind ab Sonntag auch Gaststätten und Friseure dicht.

Die Behörden in Land und Kommunen appellierten am Freitag noch einmal eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, sich an die Auflagen zu halten. So soll eine Ausgangssperre, wie sie in Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern gilt, abgewendet werden.


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