Gastronomen warten nach Kretschmers Vorstoß auf Lockerungen

Leipzig (dpa/sn) - Sächsische Gastronomen reagieren vorsichtig optimistisch auf Ministerpräsident Michael Kretschmers (CDU) Idee möglicher Lockerungen für ihre Branche. «Lockerungen sind grundsätzlich gerne gesehen», sagte René Stoffregen vom «Auerbachs Keller» in Leipzig. Allerdings sei noch nichts Konkretes entschieden. Im Fall des Traditionsrestaurants nütze eine Öffnung der Freisitze nichts, da keine vorhanden sind. Zudem fehlten seinem Lokal vor allem Touristen, so der geschäftsführende Gesellschafter. Dennoch sei der Vorstoß als erster Schritt wichtig.

Beim «Bayerischen Bahnhof» in Leipzig freue man sich «riesig über das positive Signal», sagte Vize-Geschäftsführer Frank Wiegand. Aktuell erstelle sein Team ein Hygienekonzept, um auf mögliche Lockerungen vorbereitet zu sein. Beispielsweise könne die Biergartenfläche nur zur Hälfte besetzt werden. Wichtig sei, die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Aber auch das Ambiente müsse erhalten bleiben.

Laut Axel Klein vom Gaststättenverband Dehoga Sachsen ist eine Bewertung der Lage schwierig, solange die genauen Regelungen unklar bleiben. Klar sei hingegen, dass die Branche auch nach einer Öffnung nicht sofort laufen werde wie zuvor. Deswegen sei ein Rettungsschirm auf Bundesebene weiter notwendig, sagte der Dehoga-Geschäftsführer.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hatte sich am Sonntag für einen gemeinsamen Katalog der Bundesländer mit Kriterien für Lockerungen in der Gastronomie ausgesprochen. Der Betrieb solle langsam in Gange kommen. Für Sachsen schwebte dem Politiker ein Zeitpunkt zwischen Himmelfahrt (21. Mai) und Pfingsten (31. Mai) vor.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.