Gremien von CDU und Grünen entscheiden über Sondierung

Dresden/Riesa (dpa/sn) - Parteigremien der Union und der Grünen entscheiden heute in Riesa und Dresden über die Sondierungen für Koalitionsgespräche zur Bildung einer Regierung. Die SPD hatte das bereits am Tag nach der Wahl gemacht und will damit Chancen für eine schwarz-rot-grüne Kenia-Koalition ausloten. Dieses Bündnis, dass es bisher deutschlandweit nur in Sachsen-Anhalt gibt, ist die wahrscheinlichste Koalition im Freistaat.

Die Union hatte bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag 32,1 Prozent der Zweitstimmen erhalten und war trotz erheblicher Verluste stärkste Kraft geblieben. Dahinter rangierten AfD (27,5 Prozent), Linke (10,4), Grüne (8,6) und SPD (7,7). CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte Koalitionen seiner Partei mit den Linken und der AfD kategorisch ausgeschlossen. Eine Kenia-Koalition käme auf 67 Mandate, AfD und Linke hätten dann zusammen 52 Plätze im Parlament.

Regierungschef Kretschmer hatte dieser Tage eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen als Chance für den Freistaat gesehen. Das Wahlergebnis biete die Chance, dem Land eine stabile Regierung zu geben, sagte er. Im Wahlkampf habe man das Trennende betont, jetzt gelte es, das Verbindende zu finden. Die Grünen warben für einen politischen Wandel im Land. «Es gibt einen klaren Wählerauftrag: Es soll einen Aufbruch in Sachsen geben», betonte Grünen-Fraktionschef Wolfram Günther.

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